Vier Finalisten, vier Preisträger: Das Publikum wählte das Team "Smarte Wasserversorgung" (rechts) zum Sieger des VKU-Hackathons, der Sieger erhält ein Preisgeld von 2500 Euro. Der zweite Platz ging an das Team "FreiMove", den dritten Platz teilten sich die Teams "AC/DC" und "Stauweg".

Vier Finalisten, vier Preisträger: Das Publikum wählte das Team "Smarte Wasserversorgung" (rechts) zum Sieger des VKU-Hackathons, der Sieger erhält ein Preisgeld von 2500 Euro. Der zweite Platz ging an das Team "FreiMove", den dritten Platz teilten sich die Teams "AC/DC" und "Stauweg".

Bild: © Boris Trenkel

Es ging um Konzepte für die intelligente Vernetzung von Städten und Regionen. In 48 Stunden sollten elf interdisziplinäre Teams aus den Rohdaten kommunaler Unternehmen entsprechene Prototypen entwickeln. Das, was die vier Finalisten beim Pitch am zweiten Tag der VKU-Verbandstagung präsentierten, konnte sich sehen lassen. Das belegte auch das Publikumsvoting per Web-App, das entsprechend knapp ausfiel. Moderatorin Astrid Frohloff zeigte sich von der "Unerschrockenheit, mit der hier eine große Anforderung gemeistert wurde", beeindruckt. Das sind die Gewinner:

Platz 1 "Team Smarte Wasservorhersage": Bereits heute den Wasserverbrauch von morgen vorhersagen und das anhand von Daten aus der Vergangenheit: Dies ermöglicht eine Lösung, die auf der Grundlage von Deep-Learning-Modellen, einem Teilbereich von Machine-Learning, generiert wurde. Dabei wurden Daten der Wasserwerke Leipzig über den Wasserverbrauch in der Stadt zwischen 2016 bis 2018 angereichert mit externen Daten, beispielsweise über die Temperatur oder bevorstehende Events sowie über Datenquellen aus dem Internet.

Platz 2 "Team freimove": Entwicklung einer App, die verschiedene Mobilitätsangebote zusammenfügt und mit Real-Time-Daten verknüpft. ÖPNV-Angebote werden dabei hervorgehoben. Dem Nutzer werden auf dem Weg von A nach B verschiedene Reisevarianten angezeigt, dabei auch immer die umweltfreundlichste.

Platz 3 "Team Stau weg": Mit Hilfe einer Software werden Lösungen für die konkreten Verkehrsprobleme der Stadt Gießen aufgezeigt. Ein Datenanalyse-Modell zeigt auf, wo die neuralgischen Punkte genau liegen. Die Daten werden in ein neuronales Netz gespeist, über ein Monitoringmodell werden die jeweiligen Verkehrsprobleme mit denjenigen anderer Städte verglichen. Dort wo sich ähnliche Konstellationen finden, aber ohne dass es dort zu Staus kommt, liegt der Schlüssel zur Lösung. Die Anwendung ist auf jede Stadt anwendbar.

Platz 3 "Team AC/DC": Entwicklung eines Plattform-Prototypen für den Ladesäulenausbau. Die Lösung zeigt an, wo künftig in einer Region der Bedarf für Ladesäulen am größten und am wirtschaftlichsten ist. Möglich wird das durch die intelligente und maschinengesteuerte Auswertung über Sensorik gewonnener Verkehrs-, Emissions-, und Kapaztitätsdaten. Über eine App können Bürger zudem entsprechende Lade- und Mobilitätsangebote auswählen.

Rohdaten aus fünf Quellen

Auf den Sieger entfielen 32 Prozent der Publikumsstimmen, auf den Zweitplatzierten 24 Prozent, die Drittplatzierten erhielten jeweils 22 Prozent. Die Auszeichnungen sind mit einem Geldpreis dotiert. Für Platz 1 gibt es 2500 Euro, für den zweiten Platz 1500 Euro und für den dritten Platz 1000 Euro. Die Rohdaten stellten die Stadt Freiburg, die Wasserwerke Leipzig, Mit.Bus (eine Tochter der Stadtwerke Gießen), Cognigy und die Deutsche Bahn Smart City zur Verfügung. Organisiert wurde der Hackathon von VKU, Exxeta und LVLX. (hoe)

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