Im Rahmen des Dena „Future Energy Lab“ gehen die Partner OLI Systems aus Stuttgart, PPC aus Mannheim und Gwadriga aus Berlin gemeinsam die Umsetzung der Blockchain-Strategie der Bundesregierung an. Dazu arbeiten die Partner im Pilotprojekt „Blockchain Machine Identity Ledger“ an einer Blockchain-Infrastruktur auf Basis des Smart-Meter-Gateways.
Das Vorhaben, an dem neben der Deutschen Energie Agentur (Dena) insgesamt 21 Unternehmen und Institutionen beteiligt sind, hat das Ziel, ein Geräte-Identitäts-Verzeichnis (Machine Identity) auf Blockchain-Basis technisch zu realisieren und damit eine notwendige Infrastruktur bereitzustellen.
Plug&Play in der Energiewirtschaft
Die drei Unternehmen bilden dabei gemeinsam einen Kernprozess ab: Für die technische Umsetzung der Blockchain wird eine „OLI Box“ mit integriertem Kryptochip über das CLS-Gateway von PPC an das Smart-Meter-Gateway angebunden. Die OLI-Box übernimmt die Datenerfassung für Schaltzustand, Leistungs- und Verbrauchswerte, die Kommunikation mit anderen Zellen und die Einbettung externer Daten.
„Ziel ist es, Plug&Play in die Energiewirtschaft zu bringen, damit auch kleine flexible Anlagen, wie Batteriespeicher, Ladesäulen oder Wärmepumpen effizient Dienstleistungen für Netz und Markt erbringen können“, sagt dazu Thomas Brenner, CTO von OLI-Systems. Das Unternehmen aus Stuttgart betreibt seit März 2017 blockchainbasierte Anwendungen für Kunden wie die Technischen Werke Ludwigshafen, Allgäuer Überlandwerk, Technische Universität München oder Wircon.
Gateway bleibt höchste Instanz
„Die Blockchain gilt als ausgesprochen manipulationssicher. Aber was nutzt das, wenn die gehandelten Werte falsch sind. Das Gateway und insbesondere der Gateway-Administrator bleiben deswegen auch im Zeitalter der Blockchain die Instanz, die über alle Zugriffe und Kommunikationswege der Gateways wacht“, ergänzt Michał Sobótka, Geschäftsführer von Gwadriga.
Die Berliner Gwadriga stellt die notwendigen Backend-Systeme für die Rollen des Gateway-Administrators und externen Marktteilnehmers bereit und übernimmt die Abwicklung der Prozesse. Die entstehende Infrastruktur bietet nach Angaben der drei Partner enormes Potenzial – sowohl für die sichere Nutzung von systemrelevanten Diensten als auch für die Implementierung zukunftsorientierter Anwendungen.
Hochsichere Plattform
Die Verknüpfung von Blockchain- und Smart-Meter-Gateway-Technologie soll für eine hochsichere, skalierbare und interoperable Plattform sorgen – sowohl für ein digitales Energiesystem, als auch für neue dezentrale Geschäftsmodelle, bekräftigt auch Marilen Ronczka, Head of Innovation Management bei PPC. (sg)



