Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat bei ihrem Energiewende-Kongress die Gewinner des Enerthon bekannt gegeben. Im Segment "Elektrizität" gewann "Budo", eine grenzüberschreitende Planungsplattform für E-Ladesäulen. Im Segment "Gas" setzte sich das Team "Industrial Analytics" durch, das einen Prototyp für die Optimierung von Gas-Handelsrouten erstellt hat.
Der Enerthon ist ein Programmierwettbewerb (Hackathon) im Bereich Daten der Energiebranche und wird als Teil des Future Energy Lab von Dena, The Impact Farm und ADEME durchgeführt. Die Siegerehrung bildete den Startschuss für die Bewerbungsphase zu neuen Projektideen: Bis zum 1. Dezember können Pilotprojekte zur Nutzung digitaler Technologien für die Energiewende eingereicht werden.
Programmieren im Wettbewerb
Seit dem 19. Oktober arbeiteten sieben Teams an datengetriebenen Herausforderungen relevanter Unternehmen der Energiebranche und entwickelten funktionstüchtige Prototypen. Im Bereich Gas sollte ein Prototyp zur Identifikation rentabler Gas-Routen auf Basis von Transportkapazitäten und Handelspreisen entwickelt werden. Im Bereich Elektrizität ging es um die Erstellung eines Prototyps für die grenzüberschreitende Infrastrukturplanung von Ladestationen für Elektromobilität.
Bewerbungsphase für Future Energy Lab gestartet
Clemens Pompey, Geschäftsführer von The Impact Farm: "Der Enerthon ist ein ideales Beispiel dafür, wie in kurzer Zeit aus Ideen der Energie-Industrie funktionstüchtige Prototypen in einem Wettbewerbsmodus gebaut werden.“ Projektideen für den Einsatz digitaler Technologien wie IoT, Blockchain und KI können für das Future Energy Lab ab sofort eingesendet werden.
Bis zum 1. Dezember können Grobkonzepte eingereicht werden, von denen die Dena zehn auswählt. Diese werden mit einem Startkapital von 20.000 Euro ausgestattet, um ihre Ideen zu handfesten Umsetzungskonzepten auszuarbeiten. Auf Basis dieser Konzepte wird zudem ein neues Pilotvorhaben im Lab umgesetzt. (dpa/jk)



