Macht Postkarten, die als Ablesekarten dienen obsolet: Das Smartphnoe erfasst die Zählerwerte und schickt sie direkt in die Backendsysteme des zuständigen Versorgers.

Macht Postkarten, die als Ablesekarten dienen obsolet: Das Smartphnoe erfasst die Zählerwerte und schickt sie direkt in die Backendsysteme des zuständigen Versorgers.

Bild: © co.met

Der Rollout intelligenter Messsysteme ist zwar schon gestartet, doch verpflichtend fernauslesbar sind nur rund zehn Prozent aller Stromzähler in Haushalten und Betrieben, nämlich jene, die jährlich mehr als 6000 kWh verbrauchen. Alle übrigen Verbraucher bekommen zwar auch einen digitalen Zähler – sprich eine moderne Messeinrichtung –, die aber weiterhin vor Ort oder von den Kunden selbst ausgelesen werden muss. Gleiches gilt für das Gros der Gas-, Wasser- und Wärmezähler, so "co.met". Der Messdienstleister aus Saarbrücken hat dazu eine Ablesemanagement-Lösung namens co.read entwickelt, die Zählerwerte per Smartphone erfasst und direkt ins Backendsystem sendet.

Ziel sei es, damit Anwenderkomfort, Zuverlässigkeit, Rücklaufquoten und Prozesseffizienz zu steigern. Kunden müssen dazu nicht einmal eine spezielle App herunterladen, es reicht, wenn sie ihre Zählerstände mit der "mobilen Zählerablesung" des Wiener Unternehmens Anyline erfassen und zum Messdienstleister übertragen. Die beiden Unternehmen haben im Juni 2019 eine Partnerschaft geschlossen und die Funktion der Wiener in "co.read" und in ihr Workforce-Management "co.mobile" integriert. Bei der Workforce-Management-Lösung können Montage-und Ablesepersonal beim Ein- und Ausbau von Zählern die aktuelle Anzeige mit Hilfe der Ablesesoftware in nur einem Arbeitsschritt scannen und bildlich dokumentieren. Relevante Kontextinformationen, wie zum Beispiel Zählernummer, GPS-Koordinaten und Zeitstempel, lassen sich somit gleich mit erfassen und ins Backend-System übertragen. Die Ablesesoftware sei in "co.mobile" integriert, sodass die Benutzer sich weiterhin in ihrer bekannten und gewohnten digitalen Arbeitsumgebung bewegen.

Keine App nötig

Wie das Prozedere ohne App funktioniert erklärt Thomas Hemmer, Geschäftsführer von "co.met": "Der Endkunde muss mit seinem mobilen Endgerät nur einen von uns bereitgestellten Link öffnen, um die Scan-Funktion zur Ablesung zu nutzen. Dabei öffnet sich im Webbrowser automatisch die Anwendung in unserem System, mit der er seinen Zählerstand gleichzeitig scannen, fotografieren und die dabei registrierten Zählwerte übermitteln kann." Laut "co.met"  würden inzwischen mehrere Versorgungsunternehmen die bildbasierte Zählerstanderfassung von Anyline nutzen. "Unsere Anwender – dazu zählen neben unserer Schwestergesellschaft Stadtwerke Saarbrücken einige große Versorger – und wir selbst sind von dem Produkt absolut begeistert", so Hemmer. Die Bedienung für den Endkunden sei maximal einfach, die Akzeptanz bei "unseren Kunden und deren Endkunden ist hervorragend, und die Qualität der auf diesem Wege ermittelten Verbrauchsdaten äußerst valide." (sg)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper