Mit dem intelligenten Thermostat von Raumgold werden Heizungen nicht mehr manuell geregelt, sondern von einem Controller aus.

Mit dem intelligenten Thermostat von Raumgold werden Heizungen nicht mehr manuell geregelt, sondern von einem Controller aus.

Bild: © Henrik-Gerold Vogel/pixelio.de

In Zeiten von "Fridays for Future" und der neuen Effizienzrichtlinie nimmt der Druck auf Kommunen und Stadtwerke spürbar zu, ihre Außendarstellung beim Thema Umweltschutz positiver in den Fokus zu rücken.

Das Jungunternehmen Raumgold, eine Ausgründung von EnbW und dem Start-up-Builder Mantro, hat dazu ein intelligentes Thermostat-System entwickelt. Es ist vor allem für Nichtwohngebäude vorgesehen, etwa Schulen und Büros, aber auch Kirchen, Sport- und Stadthallen kommen hierfür in Frage, zählt Matthias Kramer, Head of Digital Innovation bei Mantro, gegenüber der ZfK potenzielle Orte auf.

Innerhalb von zehn Minuten fertig ausgestattet

"Schulen etwa, sind nur 30 Prozent von 24 Stunden belegt", so Kramer. Hier gebe es großes Potenzial für die intelligente Heizungs- und Wärmesteuerung namens Raumgold. Denn um Gebäude schnell auf ein energieeffizientes Maß zu heben, muss man nicht auf Handwerker zurückgreifen, auf die man ohnehin lange warten müsse. Mit dem intelligenten Thermostat, das mit Bewegungsmeldern, akustischem Sensor und einem Sensor für die Luftqualität ausgerüstet ist, könne man einen Raum innerhalb von zehn Minuten ausstatten.

Die Sensoren regeln die Temperatur bedarfsgerecht, die Luft wird kontrolliert und über ein zentrales Portal lassen sich alle Heizungen und Heizkörper individuell überprüfen und steuern. Auch ist es möglich über den Controller, die zentrale Steuereinheit, per Knopfdruck die Heizung individuell höher oder niedriger zu schalten. "Denn oft wird Temperatur persönlich wahrgenommen und dann ist es dem einen manchmal zu warm oder zu kalt", so Kramer. Der Controller, der an der Wand eines jeden Zimmers aufgehängt ist, besitzt zudem eine Ampel, die signalisiert, wie es um die Luftqualität steht. Bei gelb und spätestens rot wird es dann Zeit, zu lüften. Ein Smartphone ist für die Steuerung nicht nötig.  

Co-Branding möglich

Für Stadtwerke biete sich hier neben Wärme, Gas, Wasser und Strom ein lukratives Zusatzgeschäft, sagt Kramer. Interesse aus der Kommunalwirtschaft gebe es bereits. Das Produkt wird als Co-Branding angeboten, so dass Stadtwerke ihren Namen mit ins Produkt bringen können. "Stadtwerke sind lokal verankert und gut vernetzt. Sie kennen ihre Gemeinde und wissen oftmals am besten, wo sich eine intelligente Raumsteuerung lohnt", so Kramer. (sg)

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