Von Belgien über Deutschland und Frankreich bis nach Griechenland reicht die Teilnehmerpalette des Projekts „InterConnect“, das im Rahmen des EU-Programms „Horizont 2020“ gefördert wird. 51 Partner aus ingesamt elf Ländern haben sich zum Ziel gesetzt, Energieflüsse über Sektoren-, Hersteller- und Systemgrenzen hinweg sicher steuern zu können.
Mit den Technologien für ein vernetztes Energiemanagement zwischen Geräten, Gebäuden und Stromnetzen soll im Rahmen des 36 Mio. Euro teuren Projekts ein digitaler Marktplatz für Anwendungen und Dienstleistungen rund um den einheitlichen Kommunikationsstandard entstehen.
Stadtwerke Norderstedt mit an Bord
Besonderes Augenmerk wollen die Partner auf die Cybersicherheit legen. Alle im Projekt entwickelten Lösungen sollen auf offenen Standards wie etwa dem europäischen SAREF (Smart Appliance Reference Framework) basieren. Maßgeblich an der Entwicklung möglicher Use-Cases beteiligt ist die EEBUS-Initiative, die bereits seit Jahren an interoperablen Lösungen im Bereich des Energiemanagements arbeiten.
Einer der potenziellen Use-Cases steht unter kommunalem Einfluss. Die Stadtwerke Norderstedt beteiligen sich an dem europäischen Projekt mit ihren flexiblem Stromtarifen. Im Rahmen des Sinteg-Teilprojekts NEW 4.0 haben die Norderstedter verschiedene Haushalte mit smarten Steckdosen ausgerüstet, um diese im Sinne der Netzdienlichkeit ansteuern zu können. Nun sollen 50 Haushalte um ein Energiemanagementsystem sowie smarte Haushaltsgeräte ergänzt werden.
Marktreife angestrebt
In allen „InterConnect“-Pilotprojekten kommen marktreife und seriennahe Produkte zum Einsatz. Aufsichtsbehörden, politische Entscheidungsträger, Endkunden, Entwickler und Integratoren können so bereits während der vierjährigen Projektlaufzeit von den eingesetzten Lösungen profitieren. Spätestens zum Projektabschluss 2023 sollen alle eingesetzten Technologien auf dem Markt verfügbar sein. (ls)
