Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erteilt eine klare Absage, dass es bereits ein zertifiziertes Gateway geben soll.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erteilt eine klare Absage, dass es bereits ein zertifiziertes Gateway geben soll.

Bild: © shocky/AdobeStock

Die Meldung schlug ein wie eine Bombe: Das zuständige Bundesamt hat die erste Zertifizierung für "Smart Meter" erteilt, zwei weitere sollen bis Jahresende vorliegen, berichtet der "Tagesspiegel". Dies habe der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß (CDU) bei einer Veranstaltung des Energiekonzerns EnBW gesagt. Die Worte seien bei einem nicht pressöffentlichen Gespräch gefallen und von vier Teilnehmern des Gesprächs bestätigt worden. Der CDU-ler hatte unlängst auf einer Energietagung in Berlin erklärt, dass er darauf dränge, dass die Zertifizierungen der drei Smart-Meter-Gateways schon im Herbst erfolgen solle.

Skepsis in der Branche

Laut "Tagesspiegel", der sich auf Branchenangaben beruft, soll es sich bei dem zertifizierten Gerät um ein Produkt des Herstellers Landis+Gyr handeln, schreibt das Blatt weiter. Das Unternehmen selbst bestätigte dies der ZfK bisher nicht. Auch von der ZfK befragte Fachleute im Bereich Messwesen, darunter auch Zählerhersteller, gaben sich skeptisch und vermuteten, dass hier wohl etwas falsch verstanden worden sein könnte.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) teilte inzwischen mit: "Etwaige Äußerungen von Herrn Staatssekretär Bareiß stehen für sich". Herr Bareiß gab bisher auf Rückfragen keine Antwort. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das für die Zertifizierung der Smart-Meter-Gateways verantwortlich ist, dementierte gegenüber der ZfK, man könne dies nicht bestätigen. Nach derzeitigem Planungsstand geht die Behörde aber davon aus, "dass bis Jahresende drei Smart-Meter-Gateways zertifiziert sein werden. Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck am Abschluss des Verfahrens". (sg)

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