Die breite Diskussion des Themas »Smart City« in der Branche könnte den Eindruck erwecken, dass es kaum noch Kommunen und kommunale Unternehmen gibt, die nicht bereits in die »smarte« Weiterentwicklung ihrer Infrastruktur eingestiegen sind. Doch die Realität zeigt, dass der Handlungsbedarf zwar vielerorts erkannt und auch diskutiert wird, aber erst ein kleiner Teil mit konkreten Projekten in die Umsetzung gestartet ist. Offenbar besteht auf diesem neuen Strategiefeld noch erheblicher Informationsbedarf, um einen Einstieg zu erleichtern.
Die Unsicherheiten beginnen oft bereits mit dem interpretationsreichen Begriff »Smart City«, der generell auf die technologische Weiterentwicklung von Städten und Gemeinden abzielt. Dabei kommt es nicht auf die Größe einer »City« an: Kleinere Gemeinden können hier genauso tätig werden wie Metropolen.
Start mit dem Outdoor-Bereich
Grundsätzlich bietet sich zunächst ein Fokus auf die kommunale Stadtgebiets-Infrastruktur an, also den Outdoor-Bereich, bei dem es sich überwiegend um öffentliche Infrastruktur handelt, sodass der Einfluss der Kommunen und Stadtwerke auf die Gestaltung sehr groß ist.
Um die Vielfalt der möglichen Smart-City-Anwendungen einer Stadtgebiets-Infrastruktur zu strukturieren, hat die BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH ein Modell erarbeitet, das die Entwicklungsstufen von der fundamentalen über die nachhaltig-effiziente bis hin zur smart-vernetzten kommunalen Infrastruktur aufzeigt. Die Anwendungs-Säulen »Ver- & Entsorgung«, »Mobilität & Sicherheit« sowie »Kommunikation« verbinden sich mit fortschreitender Entwicklungsstufe zunehmend untereinander.
Von der Kleinstadt bis zur Metropole
Um die Unsicherheiten bezüglich eventueller Umsetzungshürden zu klären und Erfolgsfaktoren zu identifizieren, hat BET gemeinsam mit dem VKU 35 erfolgreiche Smart-City-Projekte für eine Befragung ausgewählt. Diese decken das gesamte Spektrum möglicher Anwendungen der smarten Stadtgebiets-Infrastruktur ab. Die Studie berücksichtigt bewusst Projekte im gesamten Bundesgebiet von der Kleinstadt bis zur Metropole, um die Breite und Vielfalt städtischer Ausgangssituationen abzubilden. (hp)
Die Studie steht hier zum Download bereit.



