Der Projekt-Kick-Off fand am 25. Juni bei PPC in Mannheim statt.

Der Projekt-Kick-Off fand am 25. Juni bei PPC in Mannheim statt.

Bild: © PPC

Aufbauend auf dem geförderten Forschungsvorhaben "Fühler im Netz" (FiN) werden nun in FiN 2.0 großflächige Lösungen zur Netzzustandsüberwachung mittels Big Data und künstlicher Intelligenz erprobt.

Das Projektkonsortium bestehend aus Netze BW, den Mainzer Netzen und der Energieversorgung Leverkusen (EVL), dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und der Bergischen Universität Wuppertal sowie der Software AG als Experte für Big Data Analysen wird von der Mannheimer PPC geleitet. Das Projekt wird vom BMBF mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert.

Anlagen- und Netzzustandsüberwachung soll ausgeweitet werden

Mit dem Ansatz von "Fühler im Netz" ist es laut PPC gelungen, sehr kostengünstige Methoden zur Netzüberwachung bereitstellen, die das Echtzeit-Netzmonitoring sowie die Zustandserfassung von Kabeln und Anlagen ermöglichen.

Bei "Fühler im Netz 2.0" soll nun der Fokus darauf liegen, die Möglichkeiten zur Anlagen- und Netzzustandsüberwachung auszuweiten sowie Optimierungspotenziale zu heben, die sich aus der Erfassung und der automatisierten Analyse von Massendaten im großen Maßstab ergeben.

Big-Data-Analysen sowie Methoden der Künstlichen Intelligenz

Dafür sollen Erkenntnisse über Spannungsverläufe und "Fingerprints" im Breitband-Powerline(BPL)-Spektrum vertieft und Big-Data-Analysen ebenso wie Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) angewendet werden.

Insgesamt über 3500 BPL-Sensormodems werden dazu in den Netzgebieten der Netze BW, der Mainzer Netze und der Energieversorgung Leverkusen (EVL) installiert. Sie erfassen in einer hohen zeitlichen Auflösung Daten über den lokalen Netzzustand – vor allem der Spannung – und den Zustand von Kabeln und Anlagen.

Große Datenmengen

Damit fallen allerdings auch in kürzester Zeit große Datenmengen an, die mithilfe von Massendatenverarbeitungsmethoden erfasst und mittels KI-Algorithmen auf Muster und Auffälligkeiten untersucht werden.

So kann eine Vorhersage des Spannungsverlaufs und der Asymmetrie zwischen den Phasen ermittelt werden. Diese Erkenntnisse werden in Zukunft insbesondere bei der Integration von E-Mobilität in den Verteilnetzen relevant, so PPC.

Aufschlussreiche Erkenntnisse und netzdienliche Mehrwerte erwartet

"Mit Fühlern im Netz leisten wir einen wichtigen Beitrag zum sicheren und effizienten Betrieb der durch Energiewende und Sektorenkopplung beanspruchten Verteilnetze", sagt Ingo Schönberg, Vorstandsvorsitzender der PPC. Fabian Karl, Projektleiter bei PPC, fügt hinzu: "Die groß angelegten Feldtests in den Netzgebieten der Projektpartner werden aufschlussreiche Erkenntnisse über den Einsatz der entwickelten Methode zur Netzüberwachung in der Masse bringen. Durch den Einsatz der Breitband-Powerline-Technologie mit integrierter Messsensorik werden wir zahlreiche netzdienliche Mehrwerte generieren können." (sg)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper