Der Umweltschutz ist wirtschaftlich erfolgreich.

Der Umweltschutz ist wirtschaftlich erfolgreich.

Bild: © lily/Adobe Stock

Das bundesweit ausgeschriebene Förderprojekt ist mit bis zu vier Millionen Euro dotiert. Die Mittel werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vergeben, die Leitung liegt in den Händen der Deutschen Energie-Agentur (Dena). Das Projekt „klimakommune.digital“ wird im Rahmen des „Future Energy Lab“ der Deutschen Energie-Agentur umgesetzt. Das „Future Energy Lab“ wurde im Januar 2021 im Auftrag des BMWis durch die Dena initiiert und soll die Digitalisierung der Energiewende durch Pilotprojekte vorantreiben.

Die Entscheidung für die Stadt Hagen verkündete Dena-Projektleiter Lukas Knüsel  im Rahmen des virtuellen „Future Energy Day“ in Berlin . Damit wird auch der Startschuss für die dreijährige Projektlaufzeit ab dem 1. Januar 2022 fallen.
 

Hintergrund

Das Projekt „klimakommune.digital“ steht unter den Leitthemen Klimaschutz und Digitalisierung. Damit möchte die Stadt nicht nur die digitale Energiewende vorantreiben, sondern vor allem die städtischen CO2-Emissionen transparent machen. Neben der Enervie Service GmbH gehören zu den weiteren Konsortialmitgliedern der Wirtschaftsbetrieb Hagen AöR, der Hagener Entsorgungsbetrieb GmbH, die Hagener Umweltservice- und Investitionsgesellschaft mbH, die Hagener Straßenbahn AG und das Industrieunternehmen C.D. Waelzholz.

Das Konsortium möchte mit dem Projekt einen maßgeblichen Beitrag zur Idee des „Europäischen Bauhauses“ von EU-Ratspräsidentin Ursula von der Leyen liefern: die Vereinbarkeit von Mensch und Natur in einer modernen Industriegesellschaft.

Lösungen für kommunale Digitalisierung und Klimaschutz

Das Projekt „klimakommune.digital“ soll eine Antwort auf die Frage geben, wie Klimawandel und Digitalisierung in Zukunft das Gesicht der Kommunen in Deutschland verändern werden. Ziel ist, unter Beteiligung aller kommunalen Akteure, „Data Scientists“ sowie innovativer Unternehmen Lösungen für die kommunale Digitalisierung und den kommunalen Klimaschutz zu entwickeln.

Über drei Jahre wird daher in mehreren Phasen die Verfügbarkeit, Qualität und Verwertung von kommunalen Umweltdaten (mit besonderem Fokus auf CO2) verbessert und dieses Potenzial über die gesamte Datenwertschöpfung gehoben. Zudem sollen auf Basis digitaler Technologien Lösungen entwickelt werden, die zur Reduktion von Treibhausgasemissionen beitragen können.

Stadt Hagen als repräsentative Kommune

Für das Pilotprojekt wurde als repräsentative Kommune in Deutschland die Stadt Hagen ausgewählt. Das Besondere an der Stadt ist, dass sie über mehr als 40 Prozent Waldfläche verfügt. Dies hat unter anderem zur Folge, dass sich die Bevölkerung in einzelnen Quartieren verdichtet, während in unmittelbarer Nachbarschaft weite Teile des Stadtgebiets eine ländliche Struktur aufweisen.

Hinzu kommt die besondere Situation, dass Hagen mit der Ruhr, der Volme, der Lenne und der Ennepe gleich von vier Flüssen durchzogen wird. Damit ist Hagen nicht nur hinsichtlich der Bevölkerungsdichte und ihrer Topographie im deutschen sowie europäischen Kontext als repräsentativ einzuschätzen, sondern auch für den urbanen und ländlichen Raum.

Hagen gehört außerdem zur Region Südwestfalen – die als Industrie- und Technologiestandort Nummer eins im metropolenfernen, ländlichen Raum NRW gilt.

Fraunhofer sowie Deloitte begleiten das Projekt wissenschaftlich

Die wissenschaftliche Begleitung im Projekt „klimakommune.digital“ führen die Fraunhofer Forschungseinrichtung aus Lemgo sowie das Beratungsunternehmen Deloitte aus Düsseldorf durch. Die Stadt Hagen ist fachlich mit dem Umweltamt und dem Fachbereich Geoinformation und Liegenschaftskataster im Projekt vertreten. Die Gesamtkoordination dieses Smart City-Projektes obliegt dem Leiter der Taskforce Digitalisierung, Christian Lazar, als Teil des Fachbereichs Informationstechnologie und Zentrale Dienste. (sg)

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