Die ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe treiben den Ausbau der Elektromobilität in Hannover voran. Hierfür errichtet ein Konsortium unter Führung von Alstom im Rahmen eines vom Bundesverkehrsministerium geförderten Forschungsprojekts ein intelligentes Gleichspannungsunterwerk (GUW+), teilte Alstom mit.
Dieses versorge sowohl Stadtbahnen als auch Elektrobusse mit Energie. Bereits in wenigen Jahren soll so der öffentliche Nahverkehr in Hannovers Innenstadt nur noch von Stadtbahnen und Elektrobussen bedient werden.
Batteriespeicher gewinnt Bremsenergie zurück und gleicht Lastspitzen aus
Eine Besonderheit des GUW+ sei der integrierte Batteriespeicher: Er gewinne Bremsenergie der Stadtbahnen zurück und gleiche Lastspitzen aus. Zudem ließen sich mit diesem Speicher auch Systemdienstleistungen für das Energieversorgungsnetz, wie z.B. der Ausgleich kurzfristiger Belastungsschwankungen im Verbundnetz, erbringen
Langfristig sei geplant, dass der Speicher aus gebrauchten Busbatterien bestehe, heißt es in der Pressemitteilung von Alstom weiter.
Bidirektionaler Stromrichter Hesop
ÜSTRA habe nun für das GUW+ die notwendigen Kernkomponenten, die sie über das Forschungsprojekt hinaus nutzen wolle, bestellt. Der bidirektionale Stromrichter Hesop von Alstom steuere durch aktive Regelung der Ausgangsspannung den Energiefluss.
Das Berliner Anlagenbauunternehmen Elpro liefere die Gleichstrom- und Busladetechnik sowie die Softwarelösung EOS zur lückenlosen Messwertaufzeichnung, -analyse und zur Steuerung der Energieverteilungssysteme.
Hesop bereits in Hamburg im Einsatz
Seit dem Frühjahr 2020 betreibe die Hamburger Hochbahn AG bereits Hesop im Unterwerk Rauhes Haus der Linie U2 des Hamburger U-Bahn-Netzes.
Dort gewinne Hesop Bremsenergie der U-Bahnen zurück und leite über 90 Prozent dieser Energie anschließend wieder ins Versorgungsnetz zurück, teilte Alstom mit. (hcn)



