Kann nicht nur sprechen, sondern auch zuhören: Alexa Echo von Amazon sammelt fleißig Daten, sehr zum Leidwesen von Verbraucherschützern.

Kann nicht nur sprechen, sondern auch zuhören: Alexa Echo von Amazon sammelt fleißig Daten, sehr zum Leidwesen von Verbraucherschützern.

Bild: © Britta Pedersen/ZB/dpa

Künftige sollen die Sicherheitsbehörden auch Daten von vernetzten Geräten wie dem Sprachassistenten Alexa oder smarten Kühlschränken auswerten dürfen, das berichten mehrere Medien. Demnach wollen die Innenminister von Union und SPD digitale Spuren aus dem Bereich Smart Home als Beweismittel vor Gericht verwenden.

Eine entsprechende Beschlussvorlage habe das Innenministerium Schleswig-Holsteins für die Innenministerkonferenz (IMK) formuliert, die in der kommenden Woche in Kiel stattfindet. Zuerst hatten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) darüber berichtet.

Smart Home als wertvolle Datenquelle

"Digitale Spuren kommt eine immer größere Bedeutung bei der Aufklärung von Kapitalverbrechen und terroristischen Bedrohungslagen zu", wird die Begründung zu dem Vorhaben zitiert.

Wertvolle Daten sammeln demnach Sprachassistenten wie Alexa oder Google Home, ebenso smarte Fernseher und Kühlschränke. Damit die Daten künftig bei Ermittlungen verwendet werden dürfen, sollen nun verfassungsrechtliche Bedenken ausgeräumt werden, dazu soll eine richterliche Zustimmung reichen.

Laut heise.de erwarten die Innenminister jedoch Widerstand der Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern. Zuletzt hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erklärt, dass man Anbieter von Messengern dazu zwingen wolle, verschlüsselte Kommunikation lesbar zu machen. (sg)

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