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Die Innogy Metering GmbH möchte zusammen mit der Dortmunder Lemonbeat GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Innogy, noch in diesem Jahr digitale Stromzähler – auch moderne Messeinrichtung (mME) genannt – auf den Markt bringen. Die neuen Stromzähler sind Teil des Lean-Metering-Konzepts, einer Lösung, die sowohl Netzbetreibern als auch Energievertrieben wirtschaftliche Geschäftsmodelle rund um intelligentes Metering eröffnen soll, teilte das Unternehmen mit. Noch in diesem Jahr werden die ersten Haushalte mit den neuen Geräten ausgestattet.

Die neuen Stromzähler kommen von verschiedenen Herstellern. Sie können die erfassten Werte in sehr hohen Auflösung, die in den Sekundenbereich gehen, im Wohnbereich des Endkunden bereitstellen, heißt es. Dazu sind sie mit einem Funkmodul ausgestattet. Um die Strecke zwischen Keller und Wohnung zu überbrücken, verwendet Lemonbeat mit LB Radio ein eigenes, patentiertes Funkverfahren im freien 868MHz-Frequenzband.

Deutliche Verbesserung der Kommunikationswege

Ist die Entfernung zwischen mME und Wohnung über mehrere Etagen auch für LB Radio zu groß, erfolgt die Kommunikation automatisch über ein durch innogy Metering und Lemonbeat optimiertes Funkverfahren auf Basis von LoRa. Damit seien höhere Reichweiten bei dafür vergleichsweise geringen Bandbreiten möglich. Mit den hochaufgelösten Daten lassen sich aber in jedem Fall Mehrwertangebote zur deutlichen Erhöhung der Kundenbindung realisieren.

Durch detaillierte Verbrauchsdaten zum Beispiel können demnach Endkunden gezielt die häuslichen „Stromfresser“ ausfindig machen. Gleichzeitig profitierten Messstellenbetreiber unter Beachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel dem Datenschutz, von einem vereinfachten Ableseprozess von der Straße aus. Mitarbeiter müssen somit das Gebäude nicht mehr betreten.

Zufriedene Kooperationspartner

„Unsere neuen digitalen Stromzähler sind wirklich universell einsetzbar“, erklärt Gerhard Radtke von der Innogy Metering GmbH, „mit LB Radio und LB LoRa in Kombination ermöglichen wir den flexiblen Einsatz in Gebäuden unterschiedlichster Größenordnungen". Mit derselben Technologie seien auch Zählerablesungen der Sparten Gas, Wasser oder Wärme möglich.

„Das Lean-Metering-Konzept ist die Grundlage für eine ganze Reihe neuer, digitaler Geschäftsmodelle für Energieversorger, ist aber gleichermaßen auch für die Wohnungswirtschaft sehr interessant“, sagt Oliver van der Mond, Geschäftsführer der Lemonbeat GmbH. (sig)

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