Bei der Vorstellung des Projekts (von links): Judith Lehnigk-Emden, Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz, Axel Münnich, Netzplaner bei der Westnetz GmbH, Andreas Booke, Geschäftsführer und Gründer der GridX GmbH, Armin Gaul, Leiter des Bereichs Koordination Technische Produktentwicklung, und Thomas Sztrajt, Leiter des Hotel und Kongresszentrums Wanderath.

Bei der Vorstellung des Projekts (von links): Judith Lehnigk-Emden, Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz, Axel Münnich, Netzplaner bei der Westnetz GmbH, Andreas Booke, Geschäftsführer und Gründer der GridX GmbH, Armin Gaul, Leiter des Bereichs Koordination Technische Produktentwicklung, und Thomas Sztrajt, Leiter des Hotel und Kongresszentrums Wanderath.

Bild: © Innogy SE

Die GridBox soll künftig den Netzausbau überflüssig machen. Sie ist das Herzstück eines neuen intelligenten Energiemangements, das Innogy mit GridX seit April im Hotel und Kongresszentrum Wanderath in Baar im April in einem Pilotprojekt testen.  Dort herrschten perfekte Bedingungen: "Wir haben in den vergangenen Monaten einen zunehmenden Bedarf unserer Gäste nach Ladeinfrastruktur festgestellt. Mit insgesamt nun 17 Ladepunkten bieten wir nun ein umfangreiches E-Mobility-Angebot. Und dabei kommt der Strom auch noch aus der Photovoltaikanlage auf dem Hoteldach“, fasst Thomas Sztrajt, Leiter des rheinland-pfälzischen Hotels, die Situation vor Ort zusammen.

Insgesamt verfügt das Hotel und Kongresszentrum über eine Photovoltaikanlage mit 20 KWp Leistung auf dem Dach des Betriebsgebäudes sowie Smart Poles, also intelligente Straßenleuchten mit verschiedenen Funktionen. Sie spenden auf dem Gelände des Hotels nicht nur Licht, sondern laden auch E-Autos auf. Gleichzeitig liefern sie W-LAN für die Kunden des Hotels.

Mehr Autarkie, weniger Kosten

All diese Komponenten vernetzten Innogy und GridX im Rahmen des Projekts mit der GridBox, die das Lademanagement effizient und dynamisch machen soll. Im Rahmen des sogenannten „Smart Charging“-Projekts überwacht sie vollautomatisiert den Energiefluss im Haus. In Zeiten hoher Sonneneinstrahlung kann das Gebäude also einen großen Teil seines Strombedarfs aus der eigenen Solaranlage decken, erklärt Innogy. Mit der Lösung würden sich E-Autos und Ladesäulen in das Energiekonzept integrieren lassen. Die damit verbundenen Algorithmen sollen für einen reibungslosen Hotelbetrieb unter Einbeziehung der Ladeeinrichtungen und Erzeugungsanlagen sorgen.

Der Autarkiegrad des Hotels habe sich dadurch erhöht, bilanziert Armin Gaul, Leiter des Bereichs „Koordination Technische Produktentwicklung" bei Innogy. "Wir haben es durch "Smart Charging" in Wanderath geschafft mehr Ladesäulen zu errichten und gleichzeitig das Netz zu entlasten. Diese Kosteneinsparung wollen wir in Zukunft auch anderen Unternehmen ermöglichen", fügt Andreas Booke bei, Gründer und Geschäftsführer von GridX. Die Lösung gibt es bei Innogy unter dem Namen „Smart Connect“. Kunden aus dem Parkhaus und Logistikbereich können sie bereits nutzen. (sg)

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