Unterzeichnen im Juli 2019 den Kooperationsvertrag für einen schnellen Einstieg von Stadtwerken in die Smart City via Lorawan (von links): Daniel Paulmaier, Geschäftsführer der "Kommunalen IT-Kooperation Stadtwerke" (KIK-S), und Dieter Ludwigs, Geschäftsführer des Aachener Dienstleisters Regio IT.

Unterzeichnen im Juli 2019 den Kooperationsvertrag für einen schnellen Einstieg von Stadtwerken in die Smart City via Lorawan (von links): Daniel Paulmaier, Geschäftsführer der "Kommunalen IT-Kooperation Stadtwerke" (KIK-S), und Dieter Ludwigs, Geschäftsführer des Aachener Dienstleisters Regio IT.

Bild: Regio IT / Sabine Kornetka

Die Smart-City-Dienstleister "Kommunale IT-Kooperation Stadtwerke" (KIK-S) aus Ludwigsburg und Regio IT aus Aachen haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Dies geht aus einer Pressemitteilung der neuen Partner vom Donnerstag hervor. Demzufolge integriert die KIK-S das Energiemanagementsystem (EMS) E2Watch von Regio IT in ihr Angebot und verbindet es auf diese Weise mit dem Aufbau von Lorawan-Funknetzen. Dadurch wird eine permanente Überwachung und Steuerung intelligenter Geräte (IoT, Internet der Dinge) möglich. Die Partner wollen zudem gemeinsam praxistaugliche Anwendungsfälle entwickeln. Gerade kleinen und mittleren Stadtwerken soll so der Einstieg in Lorawan erleichtert werden.

Indirekt kooperieren damit auch die IT-Dienstleister Regio IT aus Aachen und Wilken Software aus Ulm miteinander. Denn Wilken ist seit Herbst 2018 einer der vier Gesellschafter der KIK-S. Die anderen sind die Stadtwerke Lindau, Schifferstadt und Waiblingen.

Alarm bei zu hohem Verbrauch

Regio IT bringt mit seinem im eigenen Rechenzentrum betriebenen EMS beispielhaft folgende Use Cases ein:

  • Strom-, Wärme- und Wasserverbräuche sowie Sensordaten in Gebäuden erfassen und visualisieren
  • Alarmsystem etwa für ungewöhnlich hohem Energie- und Wasserverbrauch, mit selbst einstellbaren Kennzahlen
  • Energiekosten pro Schüler in einer Schule darstellen
  • den Primärenergieverbrauch und CO2-Fußabdruck von Liegenschaften abbilden
  • den Grundwasserpegel messen
  • die Auslastung von Gebäuden auswerten
  • den Zustand von Abwasserpumpen im Kanal überwachen

Erfahrung in Delbrück und Eschweiler

Regio IT hat in den digitalen NRW-Modellkommunen Eschweiler und Delbrück sein EMS 2018 mit dem Internet der Dinge verknüpft. Dort wurde jeweils ein Lorawan-Netz aufgebaut. Weitere Projekte in Richtung "Smart School" und IoT-Verkehrsdatenplattform seien in Vorbereitung, hieß es.

Die KIK-S positioniert sich als Smart-City-Kompetenzzentrum für Stadtwerke. Die kommunale Kooperation verantwortet seit diesem Jahr das "Smart-City-Lab", das Wilken erstmals auf der diesjährigen Leitmesse E-World im Februar vorgestellt hatte. Darin können Stadtwerke innerhalb wie außerhalb des Gesellschafterkreises etwa Lora-Hardware in praxisorientierten Szenarien testen. Es gehe darum, sagte KIK-S-Geschäftsführer Daniel Paulmaier damals, Themen wie Smart City und Lorawan, die oft rein technologiegetrieben daherkämen, "sinnvoll in die Stadtwerke-Prozesse zu integrieren".

Auch Vertrieb und Hosting der "NTS Suite"

Überdies berät KIK-S Kommunen wie Stadtwerke, die Digitalisierungsprojekte umsetzen wollen. Seit der Gründung 2012 vertreibt die Kooperation auch die Wilken-Verwaltungssoftware "NTS Suite" und bietet für sie den kompletten IT-Betrieb an. (geo)

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