Mit dem Konzept "Osnabrück übermorgen – Auf dem Weg zu einer digitalen Agenda für Osnabrück" hat die Stadt einen Leitfaden entwickelt, wie der Umbruch zur Smart City geschehen soll, wo alles miteinander vernetzt, schnell, überall und jederzeit verfügbar ist. Die Stadtwerke mit ihrer Netztochter SWO sehen sich hier als idealen Partner, um die technischen Voraussetzungen zu schaffen.
"Ein zentraler Baustein ist der Aufbau eines speziellen Funknetzes durch die SWO Netz", erklärt Stadtwerke-Vorstand Christoph Hüls. Zwölf solcher LoRaWAN-Funkantennen wird die Tochtergeselslchaft bis Ende Mai im Stadtgebiet installiert haben. Die Reichweite der Antennen, die geringe Datenmengen übertragen können geht bis zu fünf Kilometer. Dabei lassen sich auch Sensoren bis tief in Keller und Schächte auslesen.
Hackathon für weitere Smart-City-Ideen
Die hohe Kosteneffizienz mache auch Nischenanwendungen wirtschaftlich attraktiv. "Daraus ergibt sich die Möglichkeit, innovative Dienstleistungen für den Bereich Smart-City anzubieten", ergänzt SWO-Netz-Geschäftsführer Heinz-Werner Hölscher. "Das kann das individuelle und bedarfsgerechte Schalten der Straßenbeleuchtung sein, alternativ zur aktuellen Funkrundsteuerung. Das können aber auch Dienstleistungen für Dritte, wie eine Ortung und Überwachung von Tanks und Containern sein, damit sie niemals überquellen und rechtzeitig ein Signal zur Leerung absetzen." Beim Aufbau des LoRaWAN-Netzes werden die SWO vom Dienstleister Items unterstützt.
Um weitere Ideen für LoRaWAN-Anwendungen zu sammeln, veranstalten die SWO Netz Ende Juni einen sogenannten Hackathon. Hier sind ITler, Ingenieure, Programmierer und Designer aufgerufen innerhalb von zwei Tagen an neuen, intelligenten Anwendungsfällen sowie Hard- und Softwarelösungen zu arbeiten", so Hölscher. (sg)
