„Auch wenn noch nicht alle Parameter für die künftigen Entwicklungen in diesem Markt feststehen, hat das Thema für uns eine ausgesprochen hohe strategische Bedeutung", erläutert Andreas Maul, Vertriebsleiter der Stawag, Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft.
Denn der wMSB soll bei den Aachenern die Grundlage für zahlreiche neue digitale Geschäftsmodelle werden, bei denen die Flexibilität gegenüber grundzuständigen Messstellenbetreibern (gMSB) eine große Rolle spielt.
Wahl fällt auf Wilken
Umgesetzt wird das neue Angebot mithilfe der P/5 SMGA-Suite der Wilken Software Group. Die Gateway-Administration wird auf Basis der Plattform von Tremondi abgebildet. Die hieraus resultierenden Prozessdienstleistungen werden von der Stawag-Tochter Factur Billing Solutions GmbH erbracht.
Die Entscheidung zugunsten von Wilken sei auf Basis einer ausführlichen Marktsondierung gefallen. „Zudem arbeitet unsere Tochtergesellschaft Factur mit Wilken schon seit Jahren erfolgreich zusammen", ergänzt Fritz Zimmermann, verantwortlicher Projektleiter im Vertrieb der Stawag.
Start vorerst im regionalen Umfeld
Die Stawag startet mit der neuen Rolle als wMSB vorerst im regionalen Umfeld. „Uns geht es zunächst einmal darum, Erfahrungen mit dieser Marktrolle zu sammeln. Denn wir sehen den wMSB als Chance, sowohl Kunden zu binden als auch neue hinzuzugewinnen. Zudem können wir uns als innovativer Partner zeigen, der die neuen Herausforderungen der Digitalisierung offensiv angeht", so Zimmermann.
Im Zuge der Liberalisierung des Messwesens gehe es aber auch darum, in diesem sich entwickelnden Markt Flagge zu zeigen. Zielgruppe sei momentan das nähere kommunale Umfeld, aber auch die Wohnungswirtschaft. Hier sieht Zimmermann perspektivisch große Potenziale bei Themen wie dem Mehrsparten- und Sub-Metering.
Meter2Cash inklusive
Für die Wilken Software Group ist der Auftrag nach eigenen Angaben ebenfalls ein wichtiger Meilenstein. „Die Ergebnisse der ‚Friendly User'-Phase in Aachen haben gezeigt, dass unsere P/5 SMGA-Suite sich nicht nur für den Einsatz im grundzuständigen Messstellenbetrieb eignet, sondern auch die Anforderungen im wMSB vollumfänglich abdeckt", erklärt Tobias Mann, Leiter Beratung und Projekte in der Versorgungswirtschaft bei der Wilken Software Group.
Damit sei Wilken der einzige Anbieter, der den Meter2Cash-Prozess komplett aus eigener Hand abbilden kann, inklusive des Mehrsparten-Meterings und der Heiz- und Nebenkostenabrechnung. „Gemeinsam mit unseren Partnern können wir auf diese Weise sowohl der Versorgungs- als auch der Wohnungswirtschaft auf dem Weg in die digitale Zukunft ganz neue Angebote machen", so Mann. (sg)


