Die Lösung – das sogenannte 24/7 Matching, also der Rund-um-die-Uhr-Abgleich des Verbrauchs mit der Erzeugung – baut auf der Microsoft-Azure-IOT-Plattform auf und stellt eine Verbindung zwischen der Energieerzeugung, beispielsweise aus Wind- und Wasserkraft von Vattenfall, und den Daten von intelligenten Zählern her, die den Verbrauch in Echtzeit messen.
Das Pilotprojekt dazu setzen Vattenfall und Microsoft an den jeweiligen Hauptsitzen der beiden Unternehmen in Schweden um. Die Lösung bietet laut Andreas Regnell, Senior Vice President of Strategic Development bei Vattenfall, die Möglichkeit, "spezifische Daten und eine einzigartige Präzision" zu liefern. Kunden könnten somit umweltfreundlich leben und kommunizieren.
Statt jährlicher, stündlicher Abgleich
Heutzutage eingesetzte Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien, so genannte Guarantees of Origin (GO), die die Herkunft einer bestimmten Menge an erneuerbarer Energie nachweisen, gleichen den Verbrauch mit der Erzeugung im Laufe eines Jahres ab. Die neue Lösung ermöglicht nun einen stündlichen Abgleich mit dem System der Herkunftsnachweise und den festgelegten Rahmenbedingungen für die CO2-Berichterstattung, wobei auf der Grundlage des stündlichen Abgleichs Herkunftsnachweise abgezogen werden.
Bessere Bedarfsplanung
Dadurch können Energieversorger die stündliche Nachfrage nach erneuerbarer Energie nachvollziehen und Maßnahmen zur Bedarfsdeckung einleiten. Deren Kunden wiederum können über das Matching sehen, ob ihr Anspruch, 100 Prozent erneuerbare Energie zu beziehen, in der jeweiligen Verbrauchsstunde erfüllt wird, und die Herkunft des Stroms in die Auswertung ihrer Klimabilanz miteinbeziehen.
Laut Vattenfall könnte das System sogar Anregungen liefern, wie Erstellung, Erwerb und Rückgabe von Herkunftsnachweisen (GO) und Zertifikaten für erneuerbare Energieerzeugung (REC) künftig geregelt werden sollen. (pm)



