Bild: © Fellex/pixelio.de

Investitionen in neue Technologien erfordern Personal, das sich mit den Neuheiten auskennt. Daher fordern die Gewerkschafter von Verdi, dass nicht einfach „das Neueste“ angeschafft wird, sondern ein Investitionsplan mit einem Personalentwicklunsplan einhergehen müsse. Schließlich kann auch High-tech ihren Dienst versagen und dann müssen die verantwortlichen Mitarbeiter in der Lage sein, die Prozesse manuell in Gang zu setzen.

Dafür brauche es Angestellte mit den erforderlichen Qualifikationen, die spätestens zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme am „richtigen Arbeitsplatz“ sind, fordert Verdi. Qulifizierungen müssen umfassen und frühzeitig während der Arbeitszeit und auf Kosten des Arbeitgebers stattfinden.

Daten teilen, statt aus der Hand geben

Verdi gibt zu bedenken, dass Versorger ihre Geschäft aus der Hand geben könnten, wenn sie unüberlegt in Digitalisierungstechnologien investieren. Der Einsatz und Betrieb von smarten Wasserzählern könnte externe Unternehmen auf den Plan rufen, die sich zwischen Wasserversorgern und Kunden platzieren. In diesem Fall müssten wertvolle Verbraucherdaten von Extern eingekauft werden, um von Nutzen für die öffentliche Daseinsvorsorge zu sein. Damit das nicht passiert, sollten sich die Kommunlen zusammenschließen und  bei neuen Techniken frühzeitig kooperieren.

Aber nicht nur fehlende Daten können den Wasserbetrieben wirtschaftlich schaden, auch die Technik an sich bringt ihre Tücken mit sich. Noch sind Zuständigkeiten bei automatisierten Prozessen nicht geklärt. Wenn eine smarte Wasserpumpe zum Einsatz kommt, ist die Frage, wem sie meldet, dass und wann sie gewartet werden muss. Ist der Hersteller oder die Leitwarte dafür verantwortlich?

In Sicherheitssoftware investieren

In Sachen Datenschutz ist die Politik gefragt, zumindest wenn es nach der Gewerkschaft geht: Der öffentliche Datenschatz müsse vor privater Aneignung bewahrt werden. Dazu brauche es eine verstärkte Förderung von Auswertungstools, die den Datenverkehr sicherer machen. (ls)

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