Die Stadtwerke Wolfsburg AG, die Wobcom GmbH und die Fiware Foundation, eine Open-Source-Initiative der europäischen Union, die Entwicklungen von smarten Lösungen fördert, haben den ‚ASTRID Innovation Hub‘ offiziell eröffnet. Die neue Plattform soll dabei helfen, praxistaugliche digitale Anwendungen und Geschäftsmodelle (weiter) zu entwickeln, die einen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen und andere Interessengruppen schaffen.
Die ASTRID-Eröffnung fand im Rahmen eines internationalen ‚FutureCongress_digital‘ statt. Zu den Teilnehmenden gehörten neben dem Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Stefan Muhle, viele weitere Gäste aus Stadtverwaltung, Politik, Wirtschaft und Forschung. Als erster internationaler Partner konnte
Nvidia gewonnen werden. Rund 200 Teilnehmende beteiligten sich vor Ort und digital an den Gesprächen zu Open Source, 5G und KI.
"Neue Mobilitätskonzepte, intelligente Lösungen für Abfall, Parkraumbewirtschaftung, automatisierte Luftqualitätsmessungen und vieles weitere mehr sind Bestandteil einer künftigen Smart City, deren Entwicklung wir als Stadtwerke-Gruppe mit voranbringen wollen", erklärte dazu Frank Kästner, Vorstand Stadtwerke Wolfsburg AG und Geschäftsführer Wobcom GmbH. "Durch die Kooperation mit der Fiware Foundation wollen wir vom internationalen Open-Source-Netzwerk profitieren und weltweite Innovationen nach Wolfsburg holen sowie mit unseren Ideen Strukturen in anderen Regionen in der Welt schaffen.“
Gemeinsame Plattform will Digitalisierung Bürgerinnen und Bürgern näher bringen
In enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Technologieunternehmen wollen die Stadtwerke und die Wobcom die Voraussetzungen schaffen, um ein attraktives Open-SourceÖkosystem für gezielte Investitionen zu fördern und die bereits in der Initiative #WolfsburgDigital identifizierten Potentiale der Region noch effizienter zu nutzen. Der ASTRID iHUB könne dabei die Entwicklung von Smart City-Anwendungen und Applikationen in Wolfsburg vorantreiben sowie die Kernkompetenzen in Wolfsburg bündeln, mit dem Ziel, die Region zu einer bevorzugten Investitionsdrehscheibe für Technologieunternehmen zu entwickeln, so die Stadtwerke.
Gleichzeitig soll Norddeutschland als erstklassigen Informations- und Kommunikationstechnik-Standort (IKT) bestätigen werden. Künftig treten Politik, Industrie, Wissenschaft und Bürgerinnen sowie Bürger in einem offenen Austausch, um aus Ideen gemeinsam Innovationen zu entwickeln und diese zur Marktreife zu bringen. Durch die internationale Vernetzung von
Open Source und verschiedener Kollaborationen können Lösungen geschaffen, die die Lebensbedingungen in Städten nachhaltig verbessern sollen.
Smarte Lösungen durch offene Zusammenarbeit
Die Open-Source-Kultur ist die Grundlage aller Aktivitäten des ASTRID iHUB, in dem durch das Teilen von Ideen und Ergebnissen bessere Lösungen und mehr Innovationen für Alle entstehen. Als offene Plattform soll der ASTRID iHUB künftig neue Ideen für digitale Dienste vorantreiben und eine zentrale Anlaufstelle für etablierte Unternehmen und Start-Ups bilden, um gemeinschaftlich Partner und Finanzierungsmöglichkeiten für Vorhaben zu identifizieren.
Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung und Implementierung von Konzepten in Themenbereichen der Digitalisierung, damit Städte digitaler (Smart City), Mobilität intelligenter (Smart Mobility), Industrie vernetzter (Smart Industry) und Anwendungen sicherer werden (Smart Security).
Nvidia erster Partner – Weitere Kooperation sollen folgen
Der ASTRID iHUB will künftig das Know-How starker internationaler Partner bündeln, um Innovationen zu entwickeln, die nachhaltig die Lebensqualität in der Region Wolfsburg und darüber hinaus verbessern. Mit Nvidia habe man eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz als ersten internationalen Partner gewonnen. Nvidia plant den “ASTRID iHUB" zu unterstützen, indem es sein internationales Partnernetzwerk einbringt und iHUB-Mitgliedern die Nutzung seiner KI-Plattform ermöglicht.
Weitere Kooperationen mit lokalen, nationalen und internationalen Partnern sind bereits in der Anbahnung, heißt es in der Pressemitteilung dazu. Als Teil der internationalen Open-Source-Community der Fiware Foundation soll der ASTRID iHUB die grenzüberschreitende Innovationsaktivitäten von Unternehmen und Start-Ups fördern und gleichzeitig Brücken zu lokalen Unternehmen schlagen. (sg)

