Die LoRaWAN-Sender verfügen nicht nur über eine hohe Reichweite, sondern können – bei entsprechender Netzabdeckung - auch Daten aus Gebäudekellern funken, in denen die Fernwärmezähler in der Regel installiert sind.

Die LoRaWAN-Sender verfügen nicht nur über eine hohe Reichweite, sondern können – bei entsprechender Netzabdeckung - auch Daten aus Gebäudekellern funken, in denen die Fernwärmezähler in der Regel installiert sind.

Bild: © Metamorworks/AdobeStock

Die WSW erproben die Möglichkeit, das Wuppertaler Fernwärmenetz digital zu steuern. In einem Testprojekt setzen die Stadtwerke dafür Wärmemengen- und Kondensatzähler ein, die ihre Daten über das LoRaWAN-Funknetz der WSW übertragen. LoRaWAN steht für „Long Range Wide Area Network“ und ermöglicht ein effizientes Senden von Daten über lange Strecken. Im Rahmen des Feldtests wurden bisher über 80 Liegenschaften, die von den WSW Fernwärme erhalten, mit der neuen Technik ausgestattet, teilt das Unternehmen mit.

Die Datenübertragung per Funk ermöglicht eine laufende tagesaktuelle Erfassung der tatsächlichen Verbrauchsmengen. Mit diesen Informationen ist es möglich, die Steuerung der Wärmeproduktion im Müllheizkraftwerk der AWG sowie im Heizkraftwerk Barmen dem Bedarf besser anzupassen. Zudem könnte der Einbau von LoRaWAN-Modulen in den Messeinrichtungen und die Datenübertragung per Funk eine preiswerte und effiziente Alternative darstellen.

Dafür nutzen die Stadtwerke die Daten

Die WSW können laut eigenen Aussagen die Daten für die Abrechnung nutzen, den Netzbetrieb und die Wärmeproduktion dadurch bedarfsgerecht optimieren und haben die Möglichkeit, den Kunden monatlich Verbrauchdaten zur Verfügung zu stellen. Außerdem wird geprüft, ob mit Hilfe der Daten Abweichungen bei den Verbräuchen erkannt und ob sie bei der Leerstandsüberwachung verwendet werden können.

„Im Rahmen des Testbetriebs möchten wir herausfinden, ob der Einsatz der neuen Datenübertragungs-Methode im gesamten Fernwärmenetz technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist und ob es Ansätze für weitere Anwendungsfälle gibt“, ergänzt Sören Högel, Leiter Digitale Lösungen bei WSW.

Erste Teile des Strom- und Trinkwassernetzes werden überwacht

Die LoRaWAN-Sender verfügen nicht nur über eine hohe Reichweite, sondern können – bei entsprechender Netzabdeckung - auch Daten aus Gebäudekellern funken, in denen die Fernwärmezähler in der Regel installiert sind. Über die LoRaWAN-Infrastruktur würden die WSW bereits Teile des Strom- und des Trinkwassernetzes in Wuppertal überwachen, heißt es ferner. Die LoRaWAN-Module werden im Rahmen des Tests beim turnusmäßigen Zählertausch eingebaut. Gleichzeitig prüfen die WSW weitere Anwendungsmöglichkeiten im Fernwärmenetz, beispielsweise in den Pumpstationen. (gun)

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