Wird das Allgäu zur Wasserstoffregion? Die Bio Energie Allgäu (BEA) sieht großes Potenzial in der Region und beruft sich dabei auf die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Energiespeicher (IFES). Beauftragt wurde die Analyse von den BEA-Gesellschaftern Allgäuer Überlandwerk (AÜW), ZAK Kempten und Allgäuer Kraftwerke Sonthofen.
Das IFES kommt zum Ergebnis, dass sowohl am Müllheizkraftwerk (MHKW) in Kempten als auch an einem AÜW-Wasserkraftwerk (WKW) die technischen und wirtschaftlichen Bedingungen für eine Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse gegeben seien. Bis zu 1000 Tonnen Wasserstoff lassen sich dort laut Studie herstellen. Das entspricht in etwa dem Betrieb von 20 Zügen oder weit über 100 Bussen und Lastwagen.
Wirtschaftlichkeitsprüfung soll bald vorliegen
Im zweiten Schritt wird nun eine Machbarkeitsstudie erstellt, die bereits im Frühsommer auf dem Tisch liegen soll. Zugleich wollen die Projektpartner prüfen, ob das Projekt wirtschaftlich ist und ob Fördergelder eingeworben werden können.
Bereits im Dezember erhielten das Oberallgäu sowie die Stadt Kempten den Zuschlag für das Förderprogramm "HyExpert". Eine weitere Untersuchung soll nun klären, ob es im Allgäu einen Absatzmarkt für Wasserstoff gibt. "Ein Potenzial sehen wir unter anderem bei Unternehmen rund um den ÖPNV, bei Speditionen und Baufirmen", sagt Karl Heinz Lumer, Geschäftsführer ZAK und Bio Energie Allgäu. (amo)
