Der Oldenburger Energieversorger EWE und der Stahlhersteller Arcelor Mittal Bremen kündigen eine weitere Wasserstoffkooperation an. Arcelor Mittal Bremen soll in Zukunft grünen Wasserstoff "in großen Mengen" von EWE erhalten. Das bekräftigten beide Unternehmen jetzt in einer gemeinsamen Absichtserklärung, Mengenangaben machten sie nicht.
Lieferung ab 2028
Ziel sei es, so die CO2-Emissionen bei der Stahlherstellung deutlich zu reduzieren, teilte EWE mit. Der Wasserstoff soll demnach voraussichtlich ab 2028 geliefert werden. Erzeugt werde dieser in der geplanten Produktionsanlage "Clean Hydrogen Coastline" mit 320 Megawatt (MW) Erzeugungsleistung in Emden.
Für das Großprojekt hat sich EWE um Fördergelder im Rahmen des europäischen IPCEI-Programmes (Important Projects of Common European Interest) beworben. Im Mai 2021 erreichte das Unternehmen damit die zweite Stufe des Verfahrens. Allerdings dauere die Prüfung noch an, räumte es ein. Um seine Produktion grüner zu machen, hat auch Arcelor Mittal Fördermittel beantragt. Hier stehe ebenfalls noch die Genehmigung der EU-Kommission aus.
Fördermittel "notwendig"
Eine positive Entscheidung sei jedoch in beiden Fällen für die geplanten Vorhaben "notwendig", betonten die Partner und mahnen zur Eile. "Ohne wettbewerbsfähige Preise und Mengen, feste Zusicherung der Fördermittel, zügige Fördermittelbereitstellung und schnelle Genehmigungsverfahren können die Unternehmen ihre Projekte voraussichtlich nicht beziehungsweise nicht im geplanten Zeitrahmen umsetzen."
Im April 2023 haben Arcelor Mittal Bremen, EWE und die EWE-Tochter SWB außerdem den Bau einer 10-MW-Wasserstofferzeugung in Bremen gestartet. Geplant ist, die Anlage dieses Jahr in Betrieb zu nehmen. (dz)
