In vielen Heizungskellern ginge es effizienter: Die Brancheninitiative Zukunft Erdgas wirbt für neueste Technologie – sicher auch im Eigeninteresse, vor allem aber im Interesse der Verbraucher und der Umwelt.

In vielen Heizungskellern ginge es effizienter: Die Brancheninitiative Zukunft Erdgas wirbt für neueste Technologie – sicher auch im Eigeninteresse, vor allem aber im Interesse der Verbraucher und der Umwelt.

Bild: © Günter Havlena/pixelio.de

Der BDEW hat heute einen Vorschlag zur Ausgestaltung eines Handelssystems für erneuerbare und dekarbonisierte Gase vorgelegt. Ziel ist es, klimaneutrale Gase grenzüberschreitend handeln zu können und einen Markt zu schaffen, in dem die Nachfrage nach diesen Gasen stets durch das Angebot gedeckt werden kann.

Ein wichtiges Element hierfür ist aus Sicht des BDEW ein standardisiertes System für Herkunftsnachweise, über welches Endverbraucher, Industrie und Gewerbe eindeutig nachvollziehen können, aus welchen Quellen das erneuerbare und dekarbonisierte Gas stammt. Die Verbraucher, so der Verband weiter, können damit auf transparente Weise auswählen, welche Form solcher Gase sie beziehen wollen. Zunächst wäre der Markt im europäischen Raum und perspektivisch auch durch außereuropäische Lieferländer organisiert.

Appell an die Politik

"Der europäische Rechtsrahmen muss so ausgestaltet werden, dass sich der Markt bestmöglich entwickeln kann. Dies bildet aus Sicht des BDEW eine wichtige Grundlage für eine effiziente, bezahlbare und sichere klimaneutrale Energieversorgung. Die Politik hat die Möglichkeit, über die Umsetzung des Artikel 19 der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie zügig die entsprechenden Weichen zu stellen. Diese Chance sollte genutzt werden", sagt Anke Tuschek, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung. 

In dem Papier zeigt der Verband auf, welche Möglichkeiten der Ausgestaltung eines Herkunftsnachweissystems bestehen und wie man diese im Sinne des Klimaschutzes zusätzlich erweitern kann. Dabei wird neben der Ausgestaltung eines liquiden Marktes auch die aus Sicht des BDEW notwendige Verknüpfung mit dem Emissionshandel betrachtet.  

Umstieg auf klimaneutrale Gase

Ziel ist ein wachsender Anteil erneuerbarer Gase und eine vollständige Umstellung von fossilen auf klimaneutrale Gase bis zum Jahr 2050. Ein solcher Pfad trage in allen Sektoren (Wärmemarkt, Industrie, Mobilität, Stromerzeugung) in spezifischen Anwendungen zur Dekarbonisierung bei, betont der BDEW. (amo)

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