Mit der sogenannten Methanpyrolyse lässt sich fossiles Erdgas zukünftig klimafreundlich nutzen: Methan wird dabei in gasförmigen Wasserstoff und festen Kohlenstoff gespalten, teilte das Institut mit.
Experten der International Energy Agency (IEA) haben errechnet, dass eine Beimischung von 20 Prozent Wasserstoff im europäischen Gasnetz die CO2-Emissionen um 60 Mio. Tonnen pro Jahr reduzieren würde. Bei dem Verfahren wird Methan in einem mit Flüssigmetall befüllten Blasensäulenreaktor kontinuierlich in seine Bestandteile zerlegt: in Wasserstoff und festen Kohlenstoff.
Im großen Stil
Der Kohlenstoff kann als Reinstoff in fester Form sicher gelagert und in vielen industriellen Bereichen genutzt werden. Der Wasserstoff wiederum lässt sich als sauberer Energieträger im Strom-, Wärme- und Mobilitätsbereich nutzen oder in industriellen Prozessen einsetzen, beispielsweise bei der Herstellung von Stahl.
Gemeinsam mit dem Industriepartner Wintershall Dea wird das Verfahren nun für den Einsatz im industriellen Maßstab weiterentwickelt. In einem gemeinsamen, zunächst auf drei Jahre angelegten Projekt wollen das KIT und der Industriepartner die Grundlagen für einen künftigen industriellen Einsatz der Methanpyrolyse schaffen, um es auch mit großen Gasmengen umsetzen zu können. (ab)
