Das Bundesforschungsministerium macht Druck, dass eine ambitionierte nationale Wasserstrategie endlich auf den Weg kommt.

Das Bundesforschungsministerium macht Druck, dass eine ambitionierte nationale Wasserstrategie endlich auf den Weg kommt.

Bild: © Thomas/AdobeStock

Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) richtet eine Plattform für dezentrale Wasserstoffprojekte ein und will damit Vorhaben in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, bei denen es nicht zentrale Mega- oder Gigawattanlagen geht. Diese würden bislang systematisch unterschätzt, sagt Dena-Chef Andreas Kuhlmann. „Wir wollen daher unterschiedliche Marktakteure in einem Netzwerk zusammenbringen.

So erarbeiten wir gemeinsam, wie dezentraler Wasserstoff verstärkt einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Integration erneuerbarer Energien und zur Versorgungssicherheit leisten kann“, wird er in einer Mitteilung der Dena zitiert. Die Plattform soll im Januar 2021 an den Start gehen – Interessenten können sich ab sofort bei der Dena melden.

Dezentrale Potenziale für die Wasserstofferzeugung sieht Kuhlmann sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich durch die zunehmende Eigenstromerzeugung, aber auch mit der zukünftigen Möglichkeit des erneuerbaren Strombezugs über das öffentliche Netz. In Quartieren können dezentrale Wasserstoffsysteme laut der Dena-Mitteilung die Energieerzeugung und Nutzung optimieren und erneuerbare Energie zu jeder Zeit für Anwendungen wie die Wärmeversorgung oder die Elektromobilität verfügbar machen.

Nutzung im Nahverkehr und Wärmemarkt

Dezentral erzeugter Wasserstoff könne im regionalen Kontext auch zur Versorgung des ÖPNV oder örtlicher Logistikunternehmen genutzt werden. Abwärme aus dem Wasserstoff-Produktionsprozess, der Elektrolyse, könne zudem eine wertvolle Energiequelle für Wärmenetze oder räumlich nahegelegene Wärmesenken sein, heißt es in der Mitteilung weiter. Potenzial sieht die Dena demnach auch in der Methanisierung und Einspeisung in das Erdgasnetz. Aber auch die Betrachtung der Erzeugung von Wasserstoff aus abfall- und reststoffstämmiger Biomasse erscheine lohnenswert. (amo)

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