Gas

Eugal: Anlieferung der Rohre bald komplett

Viele Rohre liegen schon an Ort und Stelle – bald könnte also der Bau der Gastrasse Eugal in Ostdeutschland starten. Es sind allerdings noch einige wichtige Entscheidungen zu treffen.
24.07.2018

Für große Pipeline-Projekte werden Tausende von Rohren benötigt. Der Standard-Durchmesser liegt bei 1 oder 1,20 Meter.

Der Netzbetreiber Gascade kommt mit seinen Vorbereitungen für den Bau der Gaspipeline Eugal durch Ostdeutschland voran, es fehlen aber noch formale Genehmigungen. Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Cottbus stellte auf Nachfrage in Aussicht, dass es voraussichtlich im dritten Quartal eine Entscheidung zu dem geplanten brandenburgischen Streckenverlauf geben werde.

Laut Gascade Gastransport GmbH laufen die Planfeststellungsverfahren in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern für den Verlauf über Land ebenfalls noch. Von Ende 2019 an soll mit der Pipeline von der Ostsee vor allem russisches Erdgas bis nach Tschechien transportiert werden.

Mecklenburg-Vorpommern ist eingedeckt

Die Auslieferung der Rohre war in Mecklenburg-Vorpommern schon seit einiger Zeit abgeschlossen, das Gebiet Brandenburg ist laut Gascade nun auch komplett und in Sachsen soll der Transport Ende August abgeschlossen sein. Zu einem späteren Zeitpunkt soll ein zweiter Schwung Rohre für Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg folgen. Der ist für einen zweiten Strang der Pipeline gedacht, der Ende 2020 verfügbar sein soll.

Gascade liegt bislang eine Genehmigung für den Bau der Eugal-Erdgasstation in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern vor. Dort soll das Gas aus der Trasse von der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 in die Gascade-Trasse Eugal eingeleitet werden. Die Landpipeline hat eine Länge von etwa 480 Kilometern. Der größte Teil verläuft durch Brandenburg. (dpa/al)