Die Projektpartner preschen voran, pochen aber auf gute politische Weichenstellungen beim "grünen Wasserstoff".

Die Projektpartner preschen voran, pochen aber auf gute politische Weichenstellungen beim "grünen Wasserstoff".

Bild: © Peterschreiber.media/AdobeStock

Welche zunehmende Bedeutung das Element bei der Dekarbonisierung einnimmt, wurde in der Marktabfrage "Wasserstoff Bedarf und Erzeugung" (WEB) der Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) Gas deutlich. Darauf folgend stellt die FNB Gas kartografisch die gemeldeten Ein- und Ausspeisungen des Elements dar. Das Dokument können Sie hier herunterladen. "Die Marktabfrage WEB der FNB nach Wasserstoffprojekten zur Ermittlung eines potenziellen Wasserstoffnetzes hat einen erheblichen Anstieg der Erzeugung und des Bedarfs von Wasserstoff in Deutschland bis zum Jahr 2032 und darüber hinaus offengelegt", lässt sich Inga Posch, Geschäftsührerin FNB Gas, in einer FNB-Pressemitteilung zitieren.

Eingegangen sind im Rahmen der WEB 500 Projektmeldungen, darunter 488 Wasserstoffprojekte mit einem Bedarf von 231 TWh im Jahr 2032, 427 TWh für das Jahr 2040 bzw. 598 TWh für 2050. Die hohen Bedarfsmeldungen würden zeigen, dass die Marktpartner Wasserstoff als die Zukunft der Energieversorgung sehen und "jetzt schon damit planen", so Posch. Wasserstoff böte ein riesiges Potenzial, schnell CO2-Reduzierung zu realisieren und das Energiesystem volkswirtschaftlich effizient zu transformieren.

Zur Auswertung der WEB haben die FNB die Projektmeldungen in Kategorien unterteilt. Projekte mit Relevanz für das Fernleitungsnetz (Kategorie 1): Hier die Wasserstoffeinspeisung im Jahr 2032.Grafik: © FNB
Hier die Wasserstoffauspeisung im Jahr 2023 der Kategorie 1. Dabei wird erkennbar, dass eine Diskrepanz zwischen der örtlichen Produktion und Nachfrage besteht, die mit einem Transportnetz ausgeglichen werden müsste.Grafik: © FNB

Bestehende Erdgas-Leitungen auf Wasserstoff umstellen

Die Projekte mit Anschluss an das Fernleitungsnetz sind über ganz Deutschland verteilt. "Das bedeutet, wir brauchen zeitnah eine überregionale, leitungsgebundene Transportinfrastruktur, um Wasserstoffquellen mit den entsprechenden Wasserstoffsenken zu verbinden", merkt Posch an. Volkswirtschaftlich am günstigsten sei es, diese überwiegend durch Umstellung bestehender Leitungen auf das Element aus dem Erdgasnetz heraus zu entwickeln.

Zudem haben viele Verteilnetzbetreiber Bedarf angemeldet. Daran wird deutlich, dass "wir ebenso frühzeitig wie großflächig ganze Regionen mit einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur erschließen müssen, um die Versorgung der großen Anzahl von Kunden über die Verteilnetze sicherzustellen", betont die Geschäftsführerin.  (gun)

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