Für die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas) spielt die Gasinfrastruktur und der Ersatz von Erdgas durch "grüne Gase", also erneuerbare und dekarbonisierte Gase wie Biomethan, synthetisches Methan oder grüner und blauer Wasserstoff eine unverzichtbare Rolle bei der Erreichung der Klimaziele. Um dieses Potential zu nutzen, sei die Einführung einer Quote für Grüne Gase am besten geeignet.
Das ist das Ergebnis der Studie "Quote für erneuerbare und dekarbonisierte Gase", die im Auftrag der Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) erstellt wurde. Darin vergleichen die Autoren das Instrument einer verbindlichen Quote mit anderen Fördermechanismen.
Konkrete Ausgestaltung der Quote
Die Autoren der Studie empfehlen, mit einem Wert von einem Prozent im Jahr 2021 zu starten, der bis zum Jahr 2030 schrittweise auf zehn Prozent angehoben werden soll. Das würde einem Zuwachs von 59,4 Terawattstunden (TWh) auf 66,1 TWh in 2030 entsprechen. Dadurch könnten im Zeitraum von 2021 bis 2030 eine CO2-Reduktion von bis zu 70 Mio. Tonnen CO2 erreicht werden.
Diese Quotenregelung sei das einzige Instrument, das definierte Mengenziele und damit implizit verbindliche CO2-Reduktionsziele sicher erreichen kann.
Baustein für Maßnahmenpaket der Bundesregierung
Die FNB sehen das Modell als geeigneten Baustein für das geplante Maßnahmenpaket im Rahmen des von der Bundesregierung geplanten Klimaschutzgesetzes, das bis zum 20. September 2019 vorliegen soll. (pm)