Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Bild: © Adobe Stock/Thomas

Das von der EU geförderte Projekt MOST-H2: „Novel metal-organic framework adsorbents for efficient storage of hydrogen“ entwickelt ein innovatives Konzept zur Wasserstoffspeicherung. Mit einem Budget von rund 6 Millionen Euro über zwei Jahre konzentriert sich das Projekt auf Forschung und Innovation, um eine neue Speicherlösung auf Basis von metallorganischen Frameworks zu entwickeln. Im Juli 2022 fand das offizielle Kick-Off-Meeting des Projekts statt.

MOST-H2 verfolgt einen Labor-zum-Tank-Ansatz zur Entwicklung, Bewertung und Demonstration innovativer kostengünstiger Wasserstoffspeichertechnologien, bei denen monolithische Metall-Organische-Frameworks (MOFs) als Adsorbienten zum Einsatz kommen. Die MOFs sind nach Überzeugung der Forscher kosteneffizient und bieten eine optimale Kombination aus volumetrischer und gravimetrischer Kapazität, gleichzeitig aber auch einen geringen ökologischen Fußabdruck. Durch die Kombination fortschrittlicher Synthesestrategien und ausgefeilter Berechnungstechniken sollen neue, nachhaltige Hochleistungs-MOFs hergestellt.

Auf der Suche nach günstigen Lösungen für die Speicherung von H2

Hauptziel ist laut einer Pressemitteilung des Steinbeis Europa Zentrums die Entwicklung, Synthese und experimentelle Validierung neuer, ultraporöser MOF-basierter Wasserstoffadsorptionsmittel. Dies sei ein wesentlicher Schritt auf dem Weg hin zu effizienteren, inhärent sichereren und kostengünstigeren Lösungen für die Wasserstoffspeicherung im Vergleich zu herkömmlichen Technologien.

Ein wichtiger Teil des Projekts widmet sich der Entwicklung und Skalierung optimaler MOF-Materialien. Im Zuge dessen soll eine möglichst unkomplizierte Integration in einen speziell zu diesem Zweck konzipierten Kryoadsorptionsspeicher erfolgen.

Weg in die Wasserstoffwirtschaft ebnen

Auf Grundlage der MOST-H2-Technologie sollen Pläne für eine künftige Markteinführung ausgearbeitet werden. Das Ziel: Das Projekt soll einen wesentlichen Beitrag zu einer grünen, nachhaltigen und kreislauforientierten Wasserstoffwirtschaft leisten.

MOST-H2 vereint 16 Partner aus Griechenland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Spanien, Österreich, Italien und Marokko, welche vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2026 zusammenarbeiten. Dazu gehören u.a. die Universität Cambridge, die Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, die Max-Planck-Gesellschaft und das Steinbeis Europa Zentrum. MOST-H2 wird von der Europäischen Union gefördert. (amo)

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