Blick auf die Zentrale des russischen Energieriesen Gazprom in St. Petersburg.

Blick auf die Zentrale des russischen Energieriesen Gazprom in St. Petersburg.

Bild: © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

Der vorläufige Lieferstopp Russlands über die wichtige Pipeline Nord Stream 1 hat den europäischen Gaspreis am Montag nach oben schnellen lassen.

Am Vormittag sprang der Preis für den Liefermonat Oktober am Handelsplatz TTF um ein Drittel auf 284 Euro pro MWh. Doch schon am Nachmittag gingen die Preise wieder nach unten und notierten bei nur noch 243 Euro pro MWh.

Preissprung erwartet

Am Freitagabend hatte der russische Energiekonzern Gazprom angekündigt, auch über das Ende der Wartungsarbeiten hinaus kein Gas durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 zu senden. Als Grund gab das Unternehmen technische Probleme an. Vermutet wird aber, dass Russland den Westen im Ukraine-Konflikt noch mehr unter Druck setzen will.

Marktteilnehmer hatten in der Folge einen Preissprung erwartet. Im Vormonat aufgestellte Rekordwerte blieben jedoch unerreicht. Am 26. August war Gas noch für fast 347 Euro pro MWh gehandelt worden.

Gasspeicherlage preisdämpfend

Zugleich endete aber der eine Woche anhaltende Abwärtstrend. Am Freitagabend hatte der Terminkontrakt TTF nur noch 214 Euro pro MWh gekostet. Allerdings ist selbst dieser Wert historisch hoch. Vor der Corona-Krise waren Preise von 20 Euro pro MWh üblich.

Preisdämpfend dürften aktuell weiterhin gute Nachrichten aus dem Gasspeichermarkt wirken. Zuletzt waren die deutschen Gasspeicher im Schnitt zu 86 Prozent gefüllt. Auch der größte deutsche Gasspeicher im niedersächsischen Rehden überschritt die 70-Prozent-Marke. (aba/dpa)

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