Blick auf Deutschlands größten Gasspeicher im niedersächsischen Rehden.

Blick auf Deutschlands größten Gasspeicher im niedersächsischen Rehden.

Bild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Aufgrund von sehr warmen Temperaturen im vergangenen Winter liegen die Füllstände der Gasspeicher in Deutschland auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau. Der im Sommer weiter absinkende Gasverbrauch ermöglicht eine erneut vollständige Befüllung vor dem kommenden Winter 2024/2025. Das geht aus dem Mai-Update der Initiative Energien Speichern (Ines) hervor. Demnach wurde im April 2024 im Monatsmittel erstmalig in diesem Jahr mehr Gas in die Speicher in Deutschland eingelagert, als aus ihnen entnommen worden ist.

Im Vergleich zur Historie wiesen die Gasspeicher mit 67 Prozent zum 1. Mai 2024 einen weit überdurchschnittlichen Füllstand auf. Die geringen Gasentnahmen sind auf sehr warme Temperaturen im vergangenen Winter zurückzuführen. Nicht nur lagen alle Monatsmitteltemperaturen im vergangenen Winter über dem Normaltemperatur-Szenario, in den Monaten Oktober und Dezember im Jahr 2023 und im Februar sowie März 2024 lagen sie sogar oberhalb der für die Szenario-Berechnung angenommenen warmen Temperaturen, heißt es in einer Ines-Mitteilung.  

Vollständige Befüllung in allen Szenarien möglich

Da sich der Gasverbrauch mittlerweile fast auf den temperaturunabhängigen Anteil reduziert hat, ist erneut eine vollständige Befüllung der Gasspeicher vor dem kommenden Winter 2024/2025 unabhängig von den angenommenen Temperaturniveaus in allen Gas-Szenarien möglich.

„Schon im letzten Jahr sind die Gasspeicher mit einem Füllstand von 67 Prozent in den Mai gestartet. Mit Blick auf die Ines-Gas-Szenarien und angesichts der Erfahrungen aus dem letzten Jahr, dürfen wir davon ausgehen, dass eine erneute Befüllung der Gasspeicher zu 100 Prozent auch in diesem Jahr erfolgen kann. Das europäische Gassystem verfügt über ausreichende Kapazitäten, um eine vollständige Befüllung der Gasspeicher in Deutschland erneut umzusetzen“, erläutert Ines-Chef Sebastian Heinermann. (amo)

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