Blick auf Deutschlands größten Gasspeicher im niedersächsischen Rehden.

Blick auf Deutschlands größten Gasspeicher im niedersächsischen Rehden.

Bild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Obwohl die deutschen Gasspeicher bereits zu fast 100 Prozent gefüllt sind, können laut Speicherverband Ines beim aktuellen Temperaturniveau weiter kleinere Gasmengen eingespeichert werden. «Allerdings werden fallende Temperaturen und damit verbundene, steigende Gasverbräuche dem Markt die Möglichkeit nehmen, weiter einzuspeichern», sagte der Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (Ines), Sebastian Bleschke, der Deutschen Presse-Agentur.

«Nach den aktuellen Wetterprognosen könnte der Kipppunkt, an dem Ausspeicherungen die Einspeicherungen im Saldo überwiegen, noch im November erreicht werden.»

 

Bleschke betonte, dass das vom europäischen Gasspeicherverband GIE im Internet angegebene maximale Arbeitsgasvolumen der Speicher lediglich das Speichervolumen darstellt, das gesichert zur Verfügung stehe.

"Gasspeicher können Füllstand von mehr als 100 Prozent erreichen"

«Gasspeicher sind nicht mit einem Tank vergleichbar, der voll oder leer sein kann», sagte Bleschke. Vielmehr hänge die Befüllmöglichkeit von verschiedenen Einflussfaktoren, wie etwa der Temperatur, dem Brennwert oder auch vom Druck des vorgelagerten Gasnetzes ab. «Unter optimalen Bedingungen kann es durchaus sein, dass Gasspeicher einen Füllstand von mehr als 100 Prozent erreichen.»

Bereits jetzt gebe es Speicher, deren aktuelle Füllmenge das ausgewiesene Arbeitsgasvolumen übersteige. Sie seien damit zu über 100 Prozent gefüllt. Die GIE-Transparenzplattform AGSI weise in diesen Fällen aber trotzdem nur einen Füllstand von 100 Prozent auf. (dpa/hoe)

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