Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Bild: © Adobe Stock/malp

Thyssenkrupp Steel Europe, Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers und Steag planen zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung am Standort Duisburg den Bau und Betrieb einer Wasserstoffelektrolyse mit 500 Megawatt (MW) Leistung. Gemeinsam bemühen sich die Partner nun um Anerkennung des Projekts als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) und eine damit verbundene Investitionsförderung durch Bundes- und Landesmittel.

Das Projekt „HydrOxy Hub Walsum“ sei ein wichtiger Impuls, um mittel- und langfristig eine klimaneutrale Stahlproduktion in ganz Europa in industriellem Maßstab zu ermöglichen – und damit dauerhaft wettbewerbsfähig zu erhalten, heißt es in einer Mitteilung der Steag. Zudem trage es dazu bei, die im Bundesklimaschutzgesetz festgeschriebenen Ziele zur schrittweisen Reduktion von Treibhausgasen zu erreichen.

Steag ist optimistisch

„Das Projekt ‘HydrOxy Hub Walsum’ weist eine hohe Übereinstimmung mit den politisch definierten Zielsetzungen zur klimafreundlichen Umgestaltung der europäischen Volkswirtschaften auf. Daher sehen wir dem Bewerbungsverfahren optimistisch entgegen“, lässt sich Steag-Markt- und Technikvorstand Ralf Schiele in der Mitteilung zitieren. Insofern käme eine Bezuschlagung des Projekts im Rahmen des IPCEI-Auswahlverfahrens einem ersten, aber wesentlichen Baustein für eine spätere Investitionsentscheidung gleich.

Die Einstufung des Vorhabens als förderfähiges IPCEI-Projekt würde auch ein Signal für private Investoren sein, dieses industrie- und energiepolitische Schlüsselprojekt realisieren zu helfen, ergänzt Kevin Galle, Projektleiter „HydrOxy Hub Walsum“ bei Steag. Dennoch sei die Realisierung des Projekts nicht allein an eine Förderung als IPCEI geknüpft.

Projekt schnell umsetzbar

Das Projekt „HydrOxy Hub Walsum“ zeichnet sich laut der Mitteilung zudem durch die räumliche Nähe von Erzeugung und Verbrauch des grünen Wasserstoffs aus. Es sei nicht auf den Aufbau eines eigens für den Transport von Wasserstoff ausgelegten Leitungsnetzes angewiesen und könne somit schnell realisiert werden. Geplant ist aktuell, dass die Elektrolyse bereits ab 2025 ans Netz geht und grünen Wasserstoff produziert. (amo)

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