Die Projektpartner preschen voran, pochen aber auf gute politische Weichenstellungen beim "grünen Wasserstoff".

Die Projektpartner preschen voran, pochen aber auf gute politische Weichenstellungen beim "grünen Wasserstoff".

Bild: © Peterschreiber.media/AdobeStock

Die Hochschule Bremerhaven hat mit dem Testbetrieb eines autonomen Stromnetzes mit Energiespeicher auf Wasserstoffbasis begonnen. Die Energie stammt aus Photovoltaikanlagen und einer kleinen Windenergieanlage.

In einem 20 Fuß-Container wird der erzeugte grüne Strom in Wasserstoff umgewandelt und gespeichert. Anschließend soll er zur lokalen Nutzung wieder in Strom umgewandelt werden, sagte Professor Carsten Fichter.

Einsatz in Gewerbegebieten

Das "Microgrid"-Testlabor ist Teil des Projekts "Wasserstoff – grünes Gas für Bremerhaven", das vom Land Bremen und der Europäischen Union gefördert wird. Der Modellbetrieb soll bis September 2022 Erkenntnisse zu Speicherdichte, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit oder auch Lebensdauer von lokal abgegrenzten Stromnetzen auf Wasserstoffbasis liefern.

Solche Inselnetze könnten für Schiffe, Baustellen ohne Netzanschluss oder auch in der Entwicklungshilfe genutzt werden, sagte Gesamtprojektleiter Fichter. Denkbar sei auch der Einsatz im großen Maßstab - etwa bei ganzen Gewerbegebieten.

Langfristige Speicherung

Ziel sei es, herauszufinden, welche Stromspeichermethode für bestimmte Zwecke die geeignetere sei: Batterie-Speicher oder Wasserstoff-Speicher.

"Das Rennen ist noch nicht gemacht", sagte Fichter. Batterien seien "Sprinter", sie dienten einer kurzfristigen Speicherung. Mit der Wasserstofftechnologie könne dagegen Wind- und Sonnenenergie aus dem Sommer zum Beispiel bis zum Winter gespeichert werden. (dpa/jk)

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