350-450 Kilometer lang wäre die Wasserstoff-Pipeline von Esbjerg oder Holstebro in Dänemark nach Hamburg in Deutschland.

350-450 Kilometer lang wäre die Wasserstoff-Pipeline von Esbjerg oder Holstebro in Dänemark nach Hamburg in Deutschland.

Bild: © Mike Benna/unsplash

Das Infrastruktur-Projekt HyPipe Bavaria – The Hydrogen Hub steht auf der von der Europäischen Kommission herausgegebenen Liste mit Projekten von gemeinsamem Interesse (PCI) in West- und Osteuropa. Wie Bayernets in einer Pressemitteilung betont, ist die Listung als PCI-Projekt ein positives Signal für den Wasserstoffimport nach Bayern. Man habe einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Mit dem Projekt HyPipe Bavaria – The Hydrogen Hub will Bayernets den Grundstein für das bayerische Wasserstoffnetz legen. Das Projekt wird ca. 300 km lang sein und Wasserstoff vom Importpunkt Burghausen an der Grenze zwischen Österreich und Bayern bis vor die Tore Münchens, weiter bis nach Ingolstadt, in den Norden und Südwesten Deutschlands transportieren. 

Schnelleres Verfahren

Projekte, die als PCI-Projekt (project of common interest) gelistet werden, können von einem beschleunigten Genehmigungsverfahren und unter bestimmten Voraussetzungen von europäischen Fördermitteln profitieren. 

HyPipe Bavaria – The Hydrogen Hub ist ein wichtiger Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes sowie des European Hydrogen Backbones (EHB) und verbindet Wasserstoffbedarfsregionen mit zahlreichen Erzeugungsregionen im In- und Ausland. Das Projekt ist für die Wasserstoffversorgung aus West- und Osteuropa von wesentlicher Bedeutung. HyPipe Bavaria – The Hydrogen Hub ist sowohl Teil des „Hydrogen Corridor Italy-Austria-Germany“, dem sogenannten SoutH2 Corridor, als auch des Korridors über die Slowakei und Österreich für die Versorgung mit Wasserstoff aus der Ukraine. Damit wird die Funktion als Drehkreuz für die europäische Wasserstoff-Versorgung auch von der EU-Kommission bestätigt. 

Länderübergreifende Zusammenarbeit

Insbesondere der SoutH2 Corridor legt die Grundlage für die Diversifizierung der Wasserstoffversorgung in Süddeutschland. Der südliche Wasserstoffkorridor erfuhr bereits im Frühjahr politische Unterstützung der Energieministerien Italiens, Österreichs und Deutschlands sowie des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Deutschland und Italien bekräftigten bei den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen am 22. November 2023 die Zusammenarbeit zur Diversifizierung der Energieversorgung und zur Entwicklung neuer Wasserstoffverbindungen zwischen Deutschland und Italien. (amo)

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