Die Kompaktanlage im spanischen Sabadell wandelt CO2 in erneuerbares Erdgas um.

Die Kompaktanlage im spanischen Sabadell wandelt CO2 in erneuerbares Erdgas um.

© KIT

Ist das die Lösung für die Klärschlammflut mancherorts in Deutschland? Im Großraum Barcelona arbeitet Inartec – eine Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) – an einer Pilotanlage die via Power-to-Gas-Technologie Klärschlamm in synthetisches Erdgas umwandelt.

In der katalonischen Stadt Sabadell steht die Anlage, die künftig 100 Kubikmeter Gas pro Tag produzieren soll. Dabei wird überschüssiger Strom aus Wind- und Solaranlagen für die Elektrolyse von Wasser eingesetzt. Der so entstandene Wasserstoff dient nicht nur als Energiespeicher, sondern wird als solcher für die Methanisisierung von Kohlenstoffdioxid genutzt.

Baukastenprinzip macht Anlage erschwinglich

Das CO2 stammt wiederum direkt aus dem Klärschlamm der örtlichen Kläranlage. Mit ihrer neu konzipierten Anlage ist dem KIT ein echter Durchbruch gelungen: Bislang war eine dezentrale Produktion von Methan wirtschaftlich kaum möglich, denn für das chemische Verfahren werden normalerweise extrem teure, großtechnische Anlagen gebraucht.  Inartec hat jedoch eine passende chemische Reaktortechnologie entwickelt, die nach dem Baukastenprinzip funktioniert.

Die Kompaktanlage lässt sich dank Modultechnik je nach Kapazitätsanforderung erweitern. Ziel des Projekts ist es, erneuerbare Gase zu produzieren, die mit der bestehenden Gasinfrastruktur in Spanien kompatibel sind.  (ls)

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