Für die Branche ist die Marktraumumstellung ein Mammutprojekt.

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Bild: © Adobe Stock/by-studio

Das umstrittene Fracking-Verfahren zur Gewinnung von Erdgas aus festem Gestein ist in Niedersachsen nach Angaben des Landes nun zehn Jahre lang nicht mehr Einsatz. Zuvor habe es von 1961 bis 2011 noch 350 «registrierte Maßnahmen» gegeben, wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) am Mittwoch berichtete. Weil nach wie vor über die Technik diskutiert wird, möge das «verwundern», so Behördenchef Carsten Mühlenmeier in Hannover. Allerdings sind die geschätzten Erdgasreserven zuletzt auch deutlich zurückgegangen.

Viele Jahre hatte es neben konkreter Förderung auch Erkundungs- und Forschungsbohrungen in Niedersachsen gegeben. Bei Befürwortern gilt Erdgas als «Brückenträger» von fossilen Energien zu einem möglichst kohlenstofffreien, klimaverträglichen System - solange erneuerbare Quellen wie Wind-, Sonnen- und Biomassestrom sowie Wasserkraft und Geothermie nicht ausreichend zur Verfügung stehen oder gespeichert werden können. Kritiker wollen aber ein deutlich rascheres Umsteuern.

Sorgen der Anwohner

Bei der Fracking-Methode kommt hinzu, dass hier Wasser mit Zusatz von Chemikalien in den Untergrund gepresst wird, um Gasporen zu öffnen. Umweltschützer organisierten zahlreiche Proteste, auch Anwohner von Fracking-Stationen befürchteten Gefahren für das Grundwasser. In Niedersachsen liegen die größten deutschen Erdgas-Fördergebiete.

Der letzte Einsatz von Fracking im Land war laut LBEG am 27. Juli 2011 bei Sulingen im Kreis Diepholz. Bundesweit sei 2014 nach einer Bohrung in Mecklenburg-Vorpommern Schluss gewesen. Aktivisten fordern jedoch, beispielsweise auch den Import von gefracktem und danach für den Transport verflüssigtem Erdgas etwa aus den USA zu stoppen. Mühlenmeier erklärte, es sei «jedenfalls heute eine unbestreitbare Tatsache, dass sich die gesellschaftliche Akzeptanz zum Fracking und teilweise auch zur Erdgasförderung insgesamt spürbar verändert hat». (dpa/amo)

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