Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Bild: © Sina Schuldt/dpa

Bund und Land wollen den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Niedersachsen mit einer Förderung von 2,3 Milliarden Euro vorantreiben. Die Landesregierung brachte am Dienstag die dafür benötigte Finanzierung auf den Weg. Der Bund stellt demnach 1,6 Milliarden Euro an Fördergeld bereit, wenn sich das Land mit weiteren rund 700 Millionen Euro beteiligt. Der Landtag muss dem im September noch zustimmen. Hinzu kämen private Investitionen, so dass insgesamt mindestens sechs Milliarden Euro in Wasserstoffprojekte fließen würden, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Gefördert werden sollen zwölf Projekte - nach Worten von Energieminister Olaf Lies (SPD) geht es dabei sowohl um die Erzeugung als auch um den Transport, die Speicherung und die industrielle Anwendung von Wasserstoff.

Weil: Wasserstoff als wichtige Säule der Energieversorgung

«Grüner Wasserstoff wird eine wesentliche Säule unserer zukünftigen Energieversorgung sein. Niedersachsen ist in dieser Hinsicht führend», sagte Weil. Global gesehen biete Wasserstoff zudem die Chance, die Energieversorgung zu stärken und die Abhängigkeit Deutschlands von einzelnen Ländern zu senken.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann betonte, Wasserstoff sei entscheidend für die Sicherung von wirtschaftlichem Wohlstand im Land. «Nur wenn es gelingt, Wasserstoff als Energieträger auch für mittelständische und kleine Unternehmen zugänglich zu machen, wird am Ende der Wirtschaftsstandort Niedersachsen insgesamt profitieren», sagte der CDU-Politiker.

Ohne Importe geht es nicht

Während auch die eigene Herstellung von Wasserstoff vorangetrieben werden soll, betonte die Landesregierung, dass man ohne Importe nicht auskommen werde. Daher sei es wichtig, dass die derzeit geplanten Terminals zum Import von Flüssigerdgas (LNG) künftig auch für «grünes Gas» genutzt werden könnten. Außerdem soll auch die Infrastruktur mit Gasleitungen und -speichern teils auf Wasserstoff umgerüstet werden. (dpa/amo)

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