Während der Ölpreis wieder anzieht, bewegt sich der Gaspreis zurzeit seitwärts.

Während der Ölpreis wieder anzieht, bewegt sich der Gaspreis zurzeit seitwärts.

Bild: © Sue Ogrocki/AP/dpa

Die Ölpreise haben am Dienstag die höchsten Stände seit etwa einem Jahr erreicht. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zwischendurch mehr als 57,70 US-Dollar. Das waren fast 1,50 US-Dollar mehr als am Montag. Ähnlich hohe Werte hatte es zum letzten Mal im Februar 2020 gegeben.

Marktbeobachter verwiesen auf eine allgemein freundliche Stimmung an den internationalen Finanzmärkten, die auch die Ölpreise nach oben trieben. Rohstoffexperte Carsten Fritsch erklärte den Anstieg außerdem mit einem wachsenden Konjunkturoptimismus der Anleger.

Ölkurs wichtige Kenngröße für Gas

Darüber hinaus stützte eine Prognose des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco die Ölpreise. Die größte Erdölgesellschaft der Welt geht davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Rohöl noch im Verlauf des Jahres wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreichen dürfte.

Der Ölkurs gilt als wichtige Kenngröße für den Gaspreis, gibt ihm oft eine bullishe Note. Letzterer bewegte sich aber in den vergangenen Tagen im Day-Ahead vor allem seitwärts – zwischen 18 und 20 Euro pro Megawattstunde (MWh). Noch Mitte Januar hatte der Kurs nach einer spektakulären Rallye bei mehr als 25 Euro notiert.

Nettoausspeicherungen bei 1,6 TWh/Tag

Die neutrale bis bearishe Tendenz seitdem dürfte vor allem darauf zurückzuführen sein, dass sich die zwischendurch arg angespannte Lage im asiatischen Flüssiggas-Markt wieder beruhigt hat. Zudem sind die Temperaturen aktuell recht mild und liegen im deutschen Durchschnitt.

Die Nettoausspeicherungen aus den deutschen Gasspeichern wiederum lagen laut Chart-Telegramm der Gasversorgung Süddeutschland (GVS) jüngst bei durchschnittlich 1,6 Terawattstunden pro Tag. Demnach sank der Füllstand auf 101 Terawattstunden, was 44 Prozent der maximalen Menge entspricht.

Große Ausspeicherungen im Januar

Zum Vergleich: Noch Mitte Januar wurden Ausspeicherungen von bis zu 3,2 Terawattstunden pro Tag verzeichnet. Und noch Anfang Januar waren die deutschen Speicher zu 64 Prozent gefüllt.  (ab/dpa)

Täglich aktualisierte Energiedaten und -grafiken finden Sie hier im ZfK-Datenraum, der in Kooperation mit dem Berliner Datenspezialisten Energy Brainpool befüllt wird.

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper