Der Gasspeicher Etzel in Ostfriesland.

Der Gasspeicher Etzel in Ostfriesland.

Picture Alliance/dpa

Wenn es nach dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) geht, soll die Marke für den Wasserstoff-Anteil in der Erdgasinfrastruktur möglichst bald angehoben werden. Aktuell gilt: Maximal zehn Prozent des umweltfreundlichen Gases dürfen durch das Netz gejagt werden – mancherorts gelten sogar noch strenger Regeln. Der Verband macht sich nun an die Überarbeitung der technischen Regularien. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Sein Ziel hat der DVGW fest vor Augen: Schrittweise soll immer mehr H2 in das bestehende Erdgasnetz eingeleitet werden dürfen. Bis zu 20 Volumenprozent seien technisch machbar, manche Netzteile würden sogar noch mehr verkraften, erklärt Gerald Linke, DVGW-Vorstandsvorsitzender. Bis 2030 bleibt es vorerst bei der bestehenden Obergrenze von zehn Prozent. Und das hat seine Gründe:

Netz und Anlagen müssen angepasst werden

Netze und Endgeräte müssen an den steigenden H2-Gehalt angepasst werden. Werkstoffe in Verdichtern oder Heizkesseln müssen aufgrund des neuen Mischverhältnisses ausgetauscht werden. Umgangen werden könnte das durch die Veredelung des Wasserstoffes zu synthetischem Methan. Einer 100 prozentigen Einleitung würde nichts mehr im Wege stehen. Allerdings geht bei der Methanisierung Energie verloren, was bei einer wasserstofftauglichen Infrastruktur nicht sein muss.

Langfristig will der DVGW mit seinem Kooperationspartner, dem Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) ein Regelwerk für 100 Prozent  Wasserstoff entwickeln. Forschungen dazu laufen, es ist also klar, wo die Reise hingeht. (ls)

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