"Aktuell sprechen viele vom Kohleausstieg – wir sind fast fertig", freut sich Joachim Morsch, Vorstand und Sprecher, Energie SaarLorLux. Der Energieversorger aus Saarbrücken hat die sogenannte "Kalt-Inbetriebnahme" des neuen Gasmotorenkraftwerks Römerbrücke ("Gamor") gefeiert. Das bedeutet, dass alle Bau- und Montagearbeiten abgeschlossen sind, wie das Unternehmen mitteilt.
Der Festakt fand in Anwesenheit von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD), Finanz- und Europaminister Peter Strobel (CDU), Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Energie SaarLorLux und CEO der Engie Deutschland Manfred Schmitz vor Ort statt.
80 Mio. Euro
Das gesamte Projekt, mit einem Investitionsvolumen von 80 Mio. Euro, liegt voll im Zeit- und Budgetplan. "Im November starten wir erstmals die Motoren für den Testbetrieb. Das neue Gasmotorenkraftwerk wird im Frühjahr 2022 ans Netz gehen", erläutert Morsch die weitere Vorgehensweise.
Gamor wird das bestehende Heizkraftwerk Römerbrücke ergänzen und mit seinen fünf Gasmotoren und deren elektrischen und thermischen Gesamtleistung von 52 MW in der Lage sein, rund 65.000 Haushalte mit Strom und rund 13.000 Haushalte mit Fernwärme zu versorgen, heißt es. Eine Photovoltaikanlage an der Südfassade soll zusätzlich Solarstrom in Saarbrücken erzeugen.
Kohleausstieg
Für die Landeshauptstadt bedeutet Gamor den endgültigen Kohleausstieg in der Strom- und Wärmeerzeugung. Energie SaarLorLux spart mit dem Projekt rund 60.000t CO2 pro Jahr ein, sichert die Fernwärmeversorgung und erhält die Arbeitsplätze in ihren Heizkraftwerken an der Saar. (jk)



