Das Abkommen wurde in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen unterzeichnet.

Das Abkommen wurde in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen unterzeichnet.

Bild: © Stadtwerke Flensburg

Die Stadtwerke Flensburg haben in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zusammen mit zahlreichen renommierten Unternehmen der dänischen und deutschen Energiewirtschaft sowie Politik ein Abkommen zur Produktion, Lieferung und Abnahme von grünem Wasserstoff unterzeichnet.

Die Stadtwerke Flensburg waren dort als zukünftiger H2-Abnehmer vertreten. Der Flensburger Energieversorger möchte seine Gas- und Dampfturbinenanlagen (GuD) ab 2028 im Rahmen eines Modellprojektes auf Basis einer Kooperation anteilig mit grünem Wasserstoff aus dem dänischen Esbjerg betreiben. Weitere Partner dieser H2-Kooperation sind Turbinenlieferant Siemens Energy, der künftige H2-Netzbetreiber Gasunie Deutschland und der H2-Produzent H2 Energy Europe, der für rund 1 Mrd. Euro einen Elektrolyseur zur H2-Produktion in Esbjerg bauen wird.

Wasserstoff als wichtiger Baustein der Energiewende

Karsten Müller-Janßen, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau und Projekte bei den Stadtwerken bewertet das so: „Wenn alle technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dies zulassen, ist der Einsatz von Wasserstoff ein wichtiger Baustein auf unserem Weg zur CO2-Neutralität bis 2035.“

Im Rahmen der Kopenhagener Erklärung wollen die Partner einen weltweiten Markt für grünen Wasserstoff etablieren. Produziert werden soll der Wasserstoff für Deutschland und weitere europäische Staaten, die die Rolle der Verbraucher einnehmen, vorrangig in Dänemark. Dabei hat die Industrienation Deutschland einen besonderen Stellenwert. Hier liege das höchste Potential für den H2-Einsatz mit geschätzt 55 Terrawattstunden jährlich, so die Stadtwerke Flensburg.

Strom aus On- und Offshore-Anlagen

Zusammen, betont das Abkommen, hätten Dänemark und Deutschland genügend Potential, um noch vor 2030 umfassende Elektrolyse-Kapazitäten in Dänemark aufzubauen sowie die Produktion und Transportmöglichkeiten weiterzuentwickeln und Wasserstoff in großen Mengen zu nutzen. Der Strom aus erneuerbaren Energien, der zur H2-Produktion benötigt wird, soll aus Offshore-Windanlagen in der Nordsee und Onshore-Wind- und PV-Parks stammen. Die deutsch-dänische Nordsee Region könnte so zum europaweiten Hot-Spot für grünen Wasserstoff werden. Dafür sei es aber auch von hoher Bedeutung, dass eine ausreichende H2-Infrastruktur mit genügend Transportleitungen aufgebaut wird.

Dirk Thole, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg, freut sich, dass ein regionales Stadtwerk zusammen mit einigen sehr bedeutenden, internationalen Unternehmen aus Dänemark und Deutschland dieses Abkommen unterzeichnet hat. „Das bestätigt mir, dass wir mit unserem Transformationsplan und den dort fixierten Bausteinen zur Klimaneutralität auf dem richtigen Weg sind.“ (amo)

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