Im Gasvertrieb und -handel hat die Gas-Union ein leicht positives Ergebnis erzielt, hohe Wertberichtigungen im Speicherbereich sorgten unterm Strich aber für ein Defizit im zweistelligen Miillionenbereich.

Im Gasvertrieb und -handel hat die Gas-Union ein leicht positives Ergebnis erzielt, hohe Wertberichtigungen im Speicherbereich sorgten unterm Strich aber für ein Defizit im zweistelligen Miillionenbereich.

Bild: © VKU

Von 0,00 Euro/MWh auf netto 1,20 Euro/MWh (SLP) respektive auf 0,60 Euro/MWh (RLM) hat der Marktgebietsverantwortliche Net-Connect-Germany (NCG) die Bilanzierungsumlage für das Gaswirtschaftsjahr 2018/19 festgelegt. Der Berufsverband ArGEnergie e.V. mit rund 120 Mitgliedern – darunter vor allem Großteil Stadtwerke – wehrt sich in einem öffentlichen Brief gegen die außerordentlichen und für sämtliche Marktteilnehmer völlig unerwarteten Erhöhungen. Kritisiert wird vor allem die intransparente und "für den äußeren Betrachter willkürlich anmutende Festlegung" der Bilanzierungsumlagen.

"Keine Planungssicherheit"

"Solche plötzlichen, sprunghaften und nicht vorhersehbaren Veränderungen führen dazu, dass unsere Mitgliedsunternehmen keine ausreichende Planungssicherheit für die Vertriebseinheiten haben", heißt es in dem Schreiben weiter. Die massiven Erhöhungen würden die Mitgliedsunternehmen zu Preisanpassungen zwingen. Dies wiederum würde die Kosten für Haushalts- und kleinere Gewerbekunden in einem ohnehin schwierigen Marktumfeld und in einem Zeitraum steigender Gaspreise weiter in die Höhe treiben.

"Hohe Schwankungen behindern Wettbewerb"

"Die hohen, nicht vorhersehbaren Schwankungen der Bilanzierungsumlage behindern den Wettbewerb und führen bei den Vertrieben zu großen Unsicherheiten, die künftig  in Form von Risikozuschlägen in der Kalkulation berücksichtigt werden müssen", heißt es weiter. Die von NCG veröffentlichten Informationen schafften keine ausreichende Transparenz.

Insbesondere sehe man die in der Entscheidungsbegründung zu GaBi Gas 2.0 durch die Beschlusskammer 7 formulierten Ziele hinsichtlich einer generellen Steigerung der Planbarkeit "für unsere Mitgliedsunternehmen als nicht ausreichend erfüllt an". Um die erforderliche Transparenz hinsichtlich der Festlegung der Bilanzierungsumlagen zu schaffen hat ARGEnergie gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Enervis Energy Advisors einen Fragenkatalog erarbeitet, der der NCG mit dem Schreiben übermittelt wurde.

Initiative will Transparenz erhöhen und Planbarkeit sicherstellen

Ziel der Initiative ist es, einen Dialog zwischen der Bundesnetzagentur, den Marktgebietsverantwortlichen und den Marktteilnehmern anzustoßen. Dieser soll die Transparenz der Festlegung der Bilanzierungsumlage erhöhen und die starken Schwankungen der Umlagen reduzieren, um zukünftig eine ausreichende Planbarkeit für die Mitgliedsunternehmen zu gewährleisten. Den vollständigen Brief samt Fragenkatalog finden Sie unter https://www.argenergie.de/images/neuigkeiten/2018-09-24-Anschreiben-NetConnect.pdf  (hoe)

 

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