Die Projektpartner preschen voran, pochen aber auf gute politische Weichenstellungen beim "grünen Wasserstoff".

Die Projektpartner preschen voran, pochen aber auf gute politische Weichenstellungen beim "grünen Wasserstoff".

Bild: © Peterschreiber.media/AdobeStock

BP, Evonik, Nowega, OGE und RWE Generation entwickeln gemeinsam Deutschlands erstes öffentlich zugängliches Wasserstoffnetz, das von Lingen bis Gelsenkirchen reichen soll. Das geplante Netz wird rund 130 Kilometer lang sein. Ab Ende 2022 soll es Industrieunternehmen in Niedersachsen und NRW zunehmend mit grünem Wasserstoff versorgen.

Hergestellt wird der grüne Wasserstoff in einer 100 MW Elektrolyseanlage in Lingen. Über bereits vorhandene Gasleitungen der Fernleitungsnetzbetreiber Nowega und OGE, die auf den Transport von 100 Prozent Wasserstoff umgestellt werden, wird der Rohstoff dann zu den Abnehmern – Raffinerien und Chemieparks – in Lingen, Marl und Gelsenkirchen – transportiert. Evonik plant einen Teilneubau.

Offen für alle

Das Besondere: Auch andere Erzeuger, Händler oder Verbraucher sollen das Wasserstoffnetz nutzen können. Mit dem Aufbau einer solchen Infrastruktur wollen die Projektpartner "den Weg für eine nachhaltige nationale Wasserstoffwirtschaft und eine Technologieführerschaft Deutschlands in diesem Bereich" bereiten.

Allerdings müsse die Politik nun auch die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen, um Investitionssicherheit zu schaffen und einen zügigen Ausbau der Produktion zu ermöglichen.

Kavernenspeicher einbinden

Zentral für das Projekt mit dem Namen GET H2 Nukleus sei die Versorgungssicherheit. Um diese zusätzlich zu erhöhen, sollen auf längere Sicht bestehende Kavernenspeicher entlang der Wasserstoffleitung eingebunden werden. (amo)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper