Biogasanlagen können flexibel gefahren werden und dienen somit als ausgleichender Energieträger im System zur fluktuierenden Wind- und Sonnenenergie.

Biogasanlagen können flexibel gefahren werden und dienen somit als ausgleichender Energieträger im System zur fluktuierenden Wind- und Sonnenenergie.

Bild: © Wilhelmine Wulff/pixelio.de

Dass Biogasanlagen Strom, Wärme und Methan erzeugen, ist bekannt. Doch laut einer aktuellen Studie des Instituts für Zukunftsenergie- und Stoffstrom Systeme (IZES), des Deutschen Biomasse-Forschungszentrums (DBFZ) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) ist das Potential der aktuell rund 9000 Anlagen in Deutschland eigentlich sehr viel größer: Demnach können sie beispielsweise Treibhausgasemissionen aus Gülle und Mist einsparen, überschüssige Nährstoffe in wertvolle, handelbare Dünger umwandeln und organische Abfälle energetisch verwerten. Mit den richtigen Vorgaben zum Energiepflanzenanbau könnten die Anlagen zudem für mehr Biodiversität sorgen und zum Schutz der Gewässer beitragen, stellen die Autoren der Studie fest.

Voll ausschöpfen lassen sich diese Möglichkeiten jedoch nur, wenn die die Rahmenbedingungen stimmen, betonen die Forscher in ihrer Analyse. "Es bedarf neuer Finanzierungskonzepte und Regularien für den Biogassektor, damit dessen positive Potenziale noch besser und auch in Zukunft zum Tragen kommen können", sagt IZES-Forscher Bernhard Wern.

Dass die auf 20 Jahre festgelegte EEG-Vergütungsdauer demnächst für immer mehr Anlagen ausläuft, sehen die Forscher als großes Problem – nicht nur für die Betreiber der Anlagen, sondern auch für die gesamte Energiewende. Wern und seine Mitautoren machen sich daher für einen besseren ökonomisch-regulatorischen Rahmen für Biogasanlagen stark. (amo)

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