Das Bundesforschungsministerium macht Druck, dass eine ambitionierte nationale Wasserstrategie endlich auf den Weg kommt.

Das Bundesforschungsministerium macht Druck, dass eine ambitionierte nationale Wasserstrategie endlich auf den Weg kommt.

Bild: © Thomas/AdobeStock

Das Ruhrgebiet besitzt einer neuen Studie zufolge sehr gute Voraussetzungen, beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland eine führende Rolle zu spielen. In der Region gebe es bereits viele Unternehmen mit Erfahrungen auf diesem Gebiet, sagte Hanno Kempermann vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Industrie, das die am Montag veröffentlichte Studie im Auftrag des Regionalverbands Ruhr erstellt hat.

Zudem seien im Ruhrgebiet international bestens vernetzte Forschungseinrichtungen angesiedelt. Es gebe eine gute Zusammenarbeit der Unternehmen und die Infrastruktur sei bereits gut ausgebaut. Damit könne die Region eine "Spezialistin für industrielle Anwendungen" beim Wasserstoff werden.

Koordinierungsstelle einrichten

Neben dem Ruhrgebiet wiesen in Deutschland die Regionen Stuttgart und München die besten Ausgangsbedingungen für einen schnellen Markthochlauf der Wasserstofftechnologien auf, heißt es in der Studie. Die Autoren empfehlen, eine nationale Koordinierungsstelle für Wasserstoffprojekte einzurichten. Sie sollte im Ruhrgebiet angesiedelt werden, "weil keine zweite Region in Deutschland eine so breite Wasserstoffexpertise vorweisen kann", sagte Kempermann laut Mitteilung.

Für die Studie hatte das IW unter anderem Datenbanken ausgewertet und Mitglieder des nationalen Wasserstoffrats befragt. (dpa/amo)

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