Der deutsche Marktgebietsverantwortliche THE dürfte auch im nächsten Winter nicht nur als Regelenergiebeschaffer und Auktionsausrichter auf dem Gasspeichermarkt auftreten, sondern auch als bedeutender Mitspieler. Wie das Unternehmen bekanntgab, hat es für das kommende Speicherjahr für die Speicher Rehden, Wolfersberg und Katharina Kapazitäten in Höhe von insgesamt 35 TWh gebucht.
Das entspricht etwa 14 Prozent des gesamten Speichervolumens in Deutschland. Das Speicherjahr beginnt am 1. April und endet am 31. März des Folgejahres.
"Handlungsoptionen wahren"
Das Vorgehen sei mit dem Bundeswirtschaftsministerium und der Bundesnetzagentur abgestimmt, versicherte der Marktgebietsverantwortliche per Presseaussendung. "In der aktuellen Situation erscheint eine Vorsorge mit Blick auf den Winter 2023/24 in einem gewissen Umfang sinnvoll und geboten."
Durch die gebuchten Kapazitäten solle sichergestellt werden, dass ein Teil der 2022 beschafften Mengen in den Speichern verbleiben könne. "Dies dient dazu, Handlungsoptionen zu bewahren."
Katharina-Speicher zu 98 Prozent voll
Der Großteil der Kapazitäten dürfte im Speicher Rehden, dem größten seiner Art in Deutschland, gebucht worden sein. THE hatte die Anlage im vergangenen Jahr praktisch im Alleingang befüllt. Zuletzt war der Speicher noch zu 90 Prozent oder 39,4 TWh voll.
Die Tochtergesellschaft mehrerer deutscher Fernleitungsnetzbetreiber hatte im Auftrag der Bundesregierung auch in die Speicher Wolfersberg in Bayern und Katharina in Sachsen-Anhalt Gas eingelagert. Wolfersberg hat eine Gesamtkapazität von 4,1 TWh und war zuletzt zu 94 Prozent voll. Katharina kann bis zu 6,1 TWh Gas speichern. Die Anlage war zuletzt zu 98 Prozent gefüllt. (aba)



