Den wirtschaftlichen Betrieb von Power-to-X-Anlagen ermöglichen und diese anderen Klimaschutztechnologien gleichstellen: das ist das Ziel der Power-to-X-Allianz. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem Uniper, BP, Airbus und weitere Verbände und Unternehmen aus der Energie-, Luftfahrt- und Mobilitätsbranche. Vor kurzem hat das Bündnis prominente Verstärkung erhalten: Auch die Stadtwerkegruppe Thüga ist gemeinsam mit Erdgas Schwaben, der Energienetze Bayern und inetz der Initiative beigetreten.
"Die Thüga-Gruppe hat einen guten Ruf beim Thema Power-to-X. Wir sind durch die Power-to-Gas-Demonstrationsanlage in Frankfurt am Main einer der ersten in Deutschland gewesen, der Erfahrungen mit der Technologie gesammelt habt", erklärt Christian Friebe von der Stabsstelle Energiepolitik der Thüga. Zudem habe man die dena-Leitstudie "Integrierte Energiewende" begleitet und beschäftiges sich intensiv mit den Chancen und Risiken der Dekarbonisierung – zum Beispiel im Projekt Let’s go green 2030 oder im Thüga-Arbeitskreis Energiepolitik.“
Markteinführungsprogramm vorgestellt
Die PtX-Allianz will ihre Ziele über ein Markteinführungsprogramm erreichen, dieses wurde im April in Berlin Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Abgeordneten des Bundestags vorgestellt. Die eigentliche Herausforderung ist die Wirtschaftlichkeit der Technologie. "Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass die Erzeugung von grünen synthetischen Energieträgern wie Wasserstoff anderen Technologien zur CO2-Vermeidung gleichgestellt wird", erklärt Friebe.
Vorgeschlagen wird ein Markteinführungsprogramm mit einer Laufzeit von fünf Jahren, konkret von 2021 bis 2025. Angedacht sind Zuwendungen und Innovationsboni für die teilnehmenden Anlagen, die konkrete Zuwendungshöhe soll über Ausschreibungsverfahren ermittelt werden. Die Zeit für eine mögliche Förderung des Markteinführungsprogramms ist günstig: "Das Bundeswirtschaftsministerium zeigt wieder Interesse an Gas. Es hat vor Kurzem einen Runden Tisch Gas 2030 initiiert, eine Diskussionsplattform, um im Ministerium nach der Ära Baake wieder Grundlagenwissen rund ums Thema Gas aufzubauen", so Friebe.
Um wirklich herauszufinden, in welcher Größenordnung die PtX-Technologie zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und damit zur Energiewende in allen Sektoren beitragen kann, brauche es nun politischen Willen – und die Bereitschaft, einige Milliarden Euro in die Hand zu nehmen. Mehr zum Markteinführungsprogramm für Power-to-X-Anlagen gibt es unter diesem Link. (hoe)



