Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper erwartet hohe Nachzahlungen aus Großbritannien

Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper erwartet hohe Nachzahlungen aus Großbritannien

Bild: © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Pläne zu einem Terminal für flüssiges Erdgas (LNG) in Wilhelmshaven drohen, durch ein Unterwasser-Biotop durchkreuzt zu werden. Hinweise auf einen schützenswerten Lebensraum für Muscheln, Würmer und Kleinstlebewesen ergaben sich laut niedersächsischem Wirtschaftsministerium bei Untersuchungen im Auftrag des Energiekonzerns Uniper. "Sollte es sich tatsächlich um ein schützenswertes Biotop handeln, können sich nach Auskunft von Uniper die Planungen möglicherweise um bis zu einem Jahr verzögern", so ein Ministeriumssprecher am Montag. Demnach würde die Inbetriebnahme des LNG-Terminals voraussichtlich erst im Sommer 2024 und nicht 2023 erfolgen. Zuvor hatte NDR Niedersachsen berichtet.

"Wir gehen im Moment davon aus, dass es sich um ein schützenswertes Biotop handelt", sagte ein Sprecher des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Sollten das weitere Untersuchungen bestätigen, werden die nächsten Schritte diskutiert. "Zum Beispiel ist es möglich, dieses Biotop und seine Bewohner umzusiedeln", so der Sprecher weiter. Umweltminister Olaf Lies (SPD) sieht das Projekt nicht gefährdet. Er verwies laut einem Sprecher darauf, dass es auch Ausnahmen vom Bundesnaturschutzgesetz gebe.

Uniper treibt Planungen weiter voran

In Deutschland gibt es noch kein Importterminal. Indes laufen Planungen neben Wilhelmshaven in Brunsbüttel, Stade und in kleinerem Maßstab in Rostock. Laut Wirtschaftsministerium wird Uniper nach eigenen Angaben die Planungen für den Bau und Betrieb eines Importterminals in Wilhelmshaven weiterhin vorantreiben. Vom Düsseldorfer Konzern war keine Stellungnahme zu bekommen. (dpa/amo)

 

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